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Dienstag, 19. Juli 2011

Sonne, Sommer, Semesterende

Schwupps, da war es wieder vorbei, das Sommersemester 2011. Schnell wie immer ging das Sommersemester, dank zahlreicher Feiertage, Freunde, Feste und (m)einer Frau vorüber! Sogar die Sonne lässt sich heute mal wieder blicken, um das Ende der Vorlesung über die Geschichte der Neuzeit in Russland zu feiern. Ein Thema, das mich eigentlich interessiert, doch leider wurde jeder Dienstagvormittag von 11.15 - 12.45 Uhr zur Qual. Es ist ja schön, wenn ein pensionierter Professor für seinen etwas jüngeren (und noch nicht pensionierten) Kollegen einspringt. Doch wenn das Ganze darin endet, eine alte Vorlesung einfach wieder zu halten, sollte der Pensionär seinen Ruhestand einfach genießen. Wahrscheinlich war die Vorlesung damals schon langweilig und eintönig vorgetragen... Und auch die mediale Unterstützung der Vorlesung gehört pensioniert! Eine kaum lesbare Overheadfolie (lag vielleicht auch an meinen Platz in der letzten Reihe), auf der die wichtigsten Namen erklärt wurden, war alles. Ich frage mich, ob es zu viel verlangt ist, zumindest ab und an eine Landkarte zu zeigen. Zumal das Gebiet um das es ging jetzt nicht das kleinste war und ist. Manche Expansionen und Territorialänderungen sind nun doch ziemlich theoretisch geblieben... So war das Erfolgserlebnis nach solch einer Veranstaltung, wenn ich es schaffte wieder einmal ein paar Mails zu beantworten, die nächste Seminarsitzungen vorzubereiten oder eben Blogeinträge zu verfassen. Nun ja, immerhin hab ich jetzt einen umfangreichen Reader zu diesem Thema und 3 ECTS-Punkte mehr! Yeah!
Zum Abschluss noch eine schneller Schnappschuss meiner Netbook-Webcam aus dem Hörsaal:
Vielleicht werden Dienstagvormittage ab nächster Woche wieder sinnvoller. Zumindest muss ich mich dann hoffentlich nicht mehr über Radfahrer ärgern, die ihre Fahrräder so an den ohnehin schon raren Fahrradständern abschließen, dass zwei Plätze belegt sind und höchstens nur noch ein Kinderdreirad dazwischen passen würde!  Dann macht der Sommer noch mehr Spaß!

Dienstag, 28. Juni 2011

Qualität statt Quantität -

diesen Grundsatz beherzigt mein Opa im Weinberg schon lange. So hat er nun selten hohe Erträge im Herbst, dafür aber hochwertige Ernten. Auch wenn der Jahrgang mal nicht so gut war, mein Opa hatte durch viel Arbeit, Zeit und Liebe zu seinem Wengert doch wieder das maximale an Qualität heraus geholt. Vielleicht ist dieser Grundsatz hier im kleinen Nebenerwerb leicht zu beherzigen. Anders aber in der großen Wirtschaft. Hier muss die Maxime Qualität und Quantität sein. So ist unser frischer Bäcker des Vertrauens als einziger Heidelberger Bäcker einer mit einem zertifizierten Qualitätsmanagement nach DIN Wasweißich. Ist ja auch klar, der kann nicht sagen, heute mach ich mal nur 10 Brötchen, dafür aber so leckere und gute, das ich eines für 100 € verkaufen kann. Tja, damit wird man nicht weit kommen...
Ein weiteres Beispiel, wo Qualität und Quantität gefragt ist, ist der Journalismus. Durch das Internet ist die Quantität des geforderten Outputs stark gestiegen. Jede Zeitung, jeder Sender braucht zusätzlich zum Kerngeschäft eine Homepage, die aktuell und kostenlos sein sollte. Doch muss das Ganze ja mit Inhalt gefüllt werden... Am besten mit Hochwertigen. Aber dennoch günstig, denn wer kann sich das schon leisten, noch mehr Leute zu Bezahlen? Also lassen wir das die ganzen Praktikanten und Volontäre machen. Da können die sich austoben und üben. Das ist wirklich gut! Aber, wenn dadurch die Qualität leidet, bringt das ganze niemanden etwas. Ich freue mich ja über das kostenlose Angebot, vor allem die vielfältigen Neuigkeiten aus der Welt des Sports. Doch häufig werden die meisten Texte wohl nicht mehr redigiert, oder nur spärlich und schnell. Ob da  noch das "Vier-Augen-Prinzip" gilt?
Umso schöner war es für mich, als ich vor kurzem für zwei Wochen die Süddeutsche Zeitung lesen konnte. Ich genoss die wirklich gut geschrieben Artikel. Doch am Ende des Probe-Abonnements fragte ich mich, wer heutzutage überhaupt noch die Zeit hat, die qualitative Quantität voll zu lesen und damit wertzuschätzen. Denn im Zeitungsgeschäft ist es nicht so wie beim Weingenuss. Dort gilt: Je höher die Quantität des getrunkenen Weines ist, desto unwichtiger wird die Qualität! (Zumindest am gleichen Abend!) 

Dienstag, 7. Juni 2011

Unregelmäßige Regelmäßigkeit

Mit der Regelmäßigkeit, ob nun regelmäßig oder nicht, habe ich noch keinen Frieden geschlossen. Irgendwie ist die Situation, nicht regelmäßig was zu bloggen, für mich unbefriedigend, doch hat sie auch etwas Befreiendes. Ich mag es nun mal, regelmäßig morgens einen heißen, frisch gebrühten Kaffee zu trinken. Ich mag es einen regelmäßigen Tagesablauf zu haben, zumindest einigermaßen. Und doch mag ich es auch, darin Lücken zu haben, für spontanes, ungeplantes und schönes. Eine Mittagspause mit meiner Anna, eine Kaffee mit einem Kommilitonen, ein Bier mit einem Freund. Meist spontan und unregelmäßig. Wahrscheinlich muss ich hier, wie in fast allen anderen Dingen des Lebens, die gesunde Mitte finden. Und alles dann regelmäßig anpassen. Oder eben unregelmäßig. Die Welt besteht nun mal aus Regel und Gesetzen. Sonst würde gar nichts funktionieren. Und ich bin dankbar, dass derjenige, der sich das ausgedacht hat, das zu meinem Besten geplant hat!
So werden die wenigen Leser hier auch weiterhin auf regelmäßige Einträge von mir warten müssen... Auch auf die Gefahr hin, dass es noch weniger werden. Aber eigentlich kann ich euch auch beruhigen. In einer gewissen Regelmäßigkeit kommt bei mir die Lust, hier was zu schreiben, immer wieder auf. So wird es auch in Zukunft unregelmäßige Einträge von mir geben.

Donnerstag, 26. Mai 2011

Nichtsdestotrotz - невзирая на это

Lange Wörter sind toll. Vor allem wenn sie nicht häufig gebraucht werden. Ich mag das, wenn ich dann ab und an so ein Wort in meine Kommunikation einbaue. Lieber als lange Sätze. Dies sollten lieber kurz sein. Und prägnant. Damit das auch alle verstehen. Aber manchmal machen selbst mir lange Wörter keinen Spaß, meistens die russischen, die ich lernen will. Ich muss mich dann so auf die Aussprache konzentrieren, dass mir dabei glatt die Bedeutung entfällt.  Dann muss ich mich noch einmal daran machen, dass ganze zu lesen.

Nichtsdestoweniger war ich heute überrascht, als mir mitten in Heidelberg ein schwarzes Kaninchen entgegen hoppelte. Im Wohngebiet, aber brav auf dem Gehsteig. Immerhin, dennoch sah es mit seiner Situation sehr überfordert aus. Der vermutlich noch junge Besitzer wird, nach dem er die Flucht entdeckt hat, wohl ähnlich überfordert ausgesehen haben. Aber solange das Kaninchen so schlau wie der Hase aus Ну, погоди! ist, braucht man sich keine Sorgen machen, dass es im Großstadtdschungel überleben wird! Falls nicht, kann man nur hoffen, dass es rechtzeitig wieder gefunden wird.