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Mittwoch, 27. November 2013

»Mein Hund den Blog-Eintrag gefressen« ... und andere Ausreden

Einige Zeit war hier wieder Sendepause. Leider! Ich versuche mich mal herauszureden und komische Entschuldigungen aufzuführen:

  •     Ich musste soooo viel arbeiten.
  •     Wir waren im Urlaub.
  •     Mein Drucker ist kaputt.
  •     Mein Hund hat den Blog-Eintrag gefressen.
  •     Ich hab mein Heft vergessen.
  •     Ich habe endlich Rundbrief Nummer 2 verfasst.

Immerhin sind sogar zwei Ausreden wahr, und eine davon wird in Zukunft auch noch im Blog zu sehen sein: Wir waren tatsächlich im Urlaub und verbrachten drei wunderschöne Woche in Namibia. Bilder und ein kurzer Bericht folgen (hoffentlich) bald.

Die zweite wahre Ausrede ist: »A&M bei OM 2« ist fertig. Wer ihn noch nicht hat, kann ihn sich natürlich wieder hier downloaden oder sich bei mir oder Anna beschweren.

Donnerstag, 12. Januar 2012

Berlin, Berlin! Wir waren in Berlin!

Wer gedacht hatte, ich würde nun erst einmal ruhig zu Hause in Heidelberg sitzen, hat sich geirrt. Das erste lange Wochenende des Jahres haben wir genutzt um die Bundeshauptstadt zu besichtigen. Zusammen mit unseren Freunden, den Tjombes sind Anna und ich mit unserem Seat den ganzen weiten Weg nach Berlin gefahren. Zug- oder Flugtickets waren zu teuer, aber so hatten wir auf der Hinfahrt schon unser erstes Highlight. Und das war so gar so gut berechnet, dass der Kilometerstand just in dem Moment erreicht wurde, als wir sowieso eine Pause einlegten!

Am Abend kamen wir müde aber glücklich bei unserem Hostel in Berlin an. Trotz der zentralen Lage unserer Unterkunft haben wir gut dorthin gefunden und sind nur einmal falsch abgebogen und wurden nur einmal angehupt! Bis auf die Erkundung unseres Blockes, der leider keinen Dönerstand besaß (zumindest bogen wir immer so ab, das wir an keinem vorbei kamen), machten wir dann nichts mehr.
Freitag Vormittag stand dann eine Trabbi-Safari auf dem Programm. Trabbi fahren, mit original "Autos", original Lärm und Gestank und vielen Touris die Originalfotos von uns machten. War lustig und man hat eigentlich schon alles mal gesehen, was man sehen sollte, wenn man in Berlin ist!
Am Nachmittag flanierten wir dann auf dem Ku'damm, waren shoppen und besuchten das Museum "Story of Berlin" mit dazugehörigem Atomschutzbunker. Am Abend standen dann Cocktails mit Freunden auf dem Programm.
Der Fahrerraum bietet viel Platz und Komfort!
Rotes Rathaus vom Trabbi aus

Im Berliner Salon vor der 1848er Revoluttion
Die goldnen 20er
Der Samstag begann langsam, da wir erst einmal ausgeschlafen haben. Danach starteten wir neu durch mit der Besichtigung vom Alex und dem Fernsehturm. Natürlich mussten wir auch hier einen Bubble Tea probieren. (Tatsächlich ist dieses Großstadtgetränk nun auch im beschaulichen HD zu haben!) Danach waren wir wieder mal shoppen. In Berlin kann man eigentlich immer und überall shoppen. Naja, lag vielleicht auch an meiner shoppingbegeisterten Begleitung. Natürlich durfte auch ein Besuch in der bunten Ritter Sport Schokowelt nicht fehlen. Den Abend ließen wir dann aber mit dem Roten Rathaus, dem beleuchteten Brandenburger Tor, dem Reichstag und schließlich mit dem Holocaust-Mahnmal ausklingen.
Bubble Tea mit Flo und Jenny
Schokolaaaaaaade! Überall!




Der Sonntag war sozusagen unser Kulturtag. Den grauen Morgen machten die letzten Mauerstücke der Eastside-Gallery bunter. Der Nachmittag war für das jüdische Museum reserviert. Wir hätten uns auch den ganzen Tag Zeit nehmen können und wären doch nicht fertig geworden... Lohnt sich auf jeden Fall dieses Museum bei einem Besuch der Bundeshauptstadt mit einzuplanen. Abends schauten wir bei den Wullf's vorbei, war ja vielleicht die letzte Gelegenheit für uns. Da unser Hostel nur einen Katzensprung vom Checkpoint Charlie entfernt war, gingen wir dort auch noch auf einen Sprung in den Osten vorbei.

Mit dem Trabbi durch die Wand
Bruderkuss
Und weg ist er!
Lasst mich raus!!
Der Montag war ein ausklingender Heimfahrt Tag. Dennoch schlenderten wir am Vormittag noch über die Museumsinsel und durch die Hack'schen Höfe. Dann wappneten wir uns mit neuen Schuhen und einer Packung Dunking Donuts für die Heimfahrt.


Freitag, 21. Oktober 2011

Bella Italia oder das verrückte Mailänder Labyrinth

Genau, wir waren ein verlängertes Wochenende in Genua. Oder zumindest in der Nähe. Genauer gesagt in Ceriale. Das liegt an der Küste genau zwischen Genua und Frankreich. Am Freitag fuhren wir ziemlich früh am Morgen schon los, da wir noch etwas vom Tag haben wollten. Den verbrachten wir dann größtenteils in Mailand. Wir fuhren einfach mal in die Stadt, parkten irgendwo in einem, wohl privaten Parkhaus, als wir dachten langsam in Zentrumsnähe zu sein. Dann versuchten wir uns mit Hilfe einer ausgedruckten GoogleMaps Stadtkarte zu orientieren und waren dann nach ca. 20 min. in Downtown Mailand. Dort schauten wir dann erst das Castello Sforzesco an und dann natürlich noch den Mailänder Dom. Ist schon ein imposantes Bauwerk.

Nach ner leckeren Pizza und ein wenig bummeln fuhren wir dann zum Campingplatz, auf dem wir ein kleines Bungalow gemietet hatten. Da dort fast nichts los war, haben wir zum gleichen Preis ein Mobilehome bekommen. Da hatten wir ein wenig mehr Platz und genossen die Sonne und die freie Zeit zusammen. Samstag war dann Pool und Meer angesagt. Wassertemperatur war ok, aber der Wind war doch ziemlich kalt. Am Sonntag feierten wir unseren ersten Hochzeitstag! War zwar der Standesamttag und wir hatten letztes Jahr abgemacht immer den Tag der kirchlichen Trauung zu feiern, aber da wussten wir noch net, dass wir an diesem Tag leider nicht zusammen feiern können. Darum haben wir das Feiern einfach vorgezogen. Tagsüber haben wir noch eine krasse Tropfsteinhöhle angeschaut und Abends sind wir dann lecker Essen gegangen und haben den Abend bei einem Gläschen Hochzeitswein am Strand ausklingen lassen.


                           Nach dem Baden...                                                                                ...ein groooooßes leckeres Eis!

Für Montag war unser Plan über Genua zu fahren. Genua war für uns schon eine typische südländische Stadt. Viele enge Gassen, aber mit wundervollen Bauwerken dazwischen. Einige der Palazzi sind sehr sehenswert und mit ihrer verschwenderischen Größe ein Kontrapunkt zu den engen Gassen. Gegen Abend machten wir uns dann auf den Heimweg. Den hatten wir nur nicht so gut vorbereitet. Wir dachten auf den Autobahnschildern steht schon alles drauf, wo wir hin wollen. Aber irgendwie war das nicht so und auf einmal standen wir direkt auf der Spur "Milano centro"! Tja, umdrehen war in der Rushhour auf der mehrspurigen Straße auch nicht einfach drin... Also dachten wir uns, wir fahren einfach mal quer durch Mailand. Irgendwann kommen bestimmt wieder Schilder mit der richtigen Autobahn, die Nummer hatten wir inzwischen per Handy rausgefunden. Da es aber mittlerweile dunkel war und die Beschilderung in Mailand jetzt nicht mit grellen Reklameschildern vergleichbar ist, irrten wir eine ganze Stunde durch die Stadt. Auch durch Kopfsteinplasterstraßen und zwischen lauter Rollern hindurch, die scheinbar überall fuhren. Dann hatte ich doch endlich eine viel versprechende Straße gefunden, die sich aber nach ca. 1 km als Taxi- und Busspur erwies. Zumindest die Richtung die wir befuhren. Also hab ich im "Italian style" mitten im Verkehr über die durchgezogene Linie gewendet. Als wir dann doch langsam am verzweifeln waren entdeckten wir Gott sei Dank(!) ein Autobahnschildchen. Und es war sogar die richtige Nummer dahinter! Von dann an war die Beschilderung relativ gut, im Vergleich zu davor, und so entkamen wir schließlich dem Mailänder Labyrinth und erreichten spät am Abend sicher wieder Luzern.
Die restlichen Tage mit meiner Anna waren wieder eher von der Uni geprägt, aber am Mittwoch konnten wir unseren letzten Abend noch mit einem Besuch im Luzerner Theater ausklingen lassen. Dort haben wir Dank der "Last Minute-Aktion" für 15 Franken "West Side Story" anschauen können. War echt ziemlich cool und das erste Musical, dass ich so live gesehen habe. Dann musste die Anna leider wieder nach Heidelberg zurück und die bisher aufregendsten und schönsten zwei Wochen hier waren zu Ende.

Montag, 17. Oktober 2011

Zürich, Bürgenstock und so

Um einfach mal weiter zu erzählen und einen nahezu nahtlosen Übergang zu meinem letzten Eintrag zu erreichen, lasse ich einfach mal komische Songtitel, die meine Stimmung beschreiben, weg und steige voll ins Thema ein: Annas Besuch und unsere Touri-Touren. Nachdem wir den Pilatus bezwungen hatten, beschlossen wir am nächsten Tag nach Zürich zu fahren und zunächst am Morgen in den Gottesdienst der ICF zu gehen. Immerhin gibt es da tollen Worship und viele Leute, wie ich gehört hatte. Darum wollte ich mal hin, Anna war schon mal dort gewesen. Wir beschlossen, um etwas zu verstehen, den Gottesdienst der unter Hochdeutsch angekündigt war, zu besuchen. Das war leider der früheste und darum war die Halle nur halb gefüllt. Auch die Band spielte "nur" unplugged, was uns aber nichts ausmachte. Denn die waren echt sehr gut. Ein wenig irritierend war die Tatsache, dass nur Lieder mit schweizerdeutschen Texten gespielt wurden. Da dachten wir schon im falschen Gottesdienst gelandet zu sein, aber die Predigt konnte dann von uns einwandfrei verstanden werden, sowohl wörtlich als auch in ihrem Sinn. Danach spazierten wir in die Stadt. Weil wir unser Auto einfach in der Nähe der ICF stehen ließen, dauerte es ein wenig länger, bis wir das Zentrum erreichten. Aber das war die beste Muskelkaterprophylaxe nach unsere Wandertour am Tag zuvor. Außerdem kam in der Zeit dann die Sonne raus und wir schauten uns bei herrlichstem Wetter die Stadt an.

Dann startete wieder die Woche, und damit auch die Uni, die ich brav ab und an besucht habe. Aber dennoch hatten wir uns noch zwei Touri-Ziele überlegt. Da kam es passend, dass just an diesem Mittwoch ein Seminar von mir leider ausfallen musste. Wir nutzten die Zeit und besuchten an diesem Nachmittag/Abend den Bürgenstock. Ich dachte zuerst der Berg (1128m, also eher ein Hügel für Schweizer Verhältnisse) heißt Birkenstock, wie die allseits beliebten Sandalen-Marke in Deutschland. Ich ließ mich dann eines Besseren belehren und erfuhr, dass vor allem ein Sonnenuntergang dort sehr romantisch und reizvoll sein soll. Praktischerweise gibt es bei 870 m einen Hotelkomplex mit Parkplatz, darum mussten wir diesmal nicht allzu viele Höhenmeter bezwingen. Die ehemaligen Grand-Hotels dort oben stehen leer, doch vor kurzem wurde das ganze Gelände gekauft und es wird dort eine riesige Ressort-Hotelanlage mit allem Schnick-Schnack entstehen. Darum wurde dort auch fleißig gebaut. Im Wald gelangten wir dann über Stock und Stein-Wanderwege nach oben. Wer nicht mehr ganz so gut zu Fuß ist, kann auch mit einem Aufzug an der Steilwand des Berges nach oben fahren. Die Steilwand ragt direkt aus dem Vierwaldstätter See gegenüber von Luzern auf. Auf den Aufzug sind sie dort auch ziemlich stolz, da es den jetzt auch schon über 100 Jahre gibt und er der höchste Außenlift Europas ist. Und ganz viele tolle berühmte Leute sind da schon mitgefahren. Zum Beispiel Sean Connery, der in der Nähe 007-Goldfinger gedreht hat. Oder auch Audrey Hepburn war dort, wie auch Jimmy Carter und Henry Kissinger. Und jetzt auch wir! :) Wir genossen die Aussicht über den See und die Zentralschweiz. Auch wenn Wolken da waren, haben wir noch ein bisschen was vom Sonnenuntergang mitbekommen. Der Rückweg führte über den Felsenweg parallel zur Felswand entlang. Ziemlich nah am Abgrund, aber mit toller Aussicht!

 
Am Donnerstagabend unternahmen wir noch ein kleine Radtour zum Schlösschen am Meggenhorn. Meggen ist ein kleiner Ort neben Luzern, und dort hat sich im 19. Jahrhundert ein Baron sein Traumschlösschen gebaut. Klein, aber stark verziert. Dazu steht dort noch eine ca. 3 m hohe Christusstatue, die ihre Hände über den See breitet. Unter ihr haben wir dann noch ein gemütliches Bierchen genossen. Leider haben mir die asiatischen Touristen, die uns von ihrem Ausflugsschiff aus fotografierten, nicht ihre Bilder geschickt. Und da wir keine Kamera dabei hatten, gibt es davon auch keine hier. Wohin dann unsere Reise am Freitag ging, löse ich im nächsten Beitrag auf. Also mal wieder vorbeischauen hier! :)