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Donnerstag, 11. Juli 2013

Bald ist es offiziell! - Was bis dahin noch passiert

In Kürze geht es los. Ab 01.08. bin ich quasi ein »offizieller Missionar«! Dann sind wir »OMer«! Bis es soweit ist, gibt es noch einiges zu tun. Den ersten Teil der Aussendung haben wir bereits geschafft. Am letzten Wochenende im Juni war in Mosbach in der OM-Zentrale der Gemeinde- und Elterntag und das Freundes-treffen. Während beiden wurden wir vorgestellt und für uns wurde gebetet. Das war echt toll zu sehen, dass Gott auch dieses Jahr wieder viele Menschen beruft und diese seinem Ruf folgen. Insgesamt starten diesen Sommmer 72 Leute in ihren Dienst mit OM Deutschland! Ich bin gespannt was Gott mit allen vor hat. Durch meine zukünftige Tätigkeit in Mosbach werde ich davon wohl einiges mitbekommen!
Als nächster Termin steht die Aussegenung von unserer Gemeinde, der Calvary Chapel Heidelberg, an. Diese findet im Gottesdienst am 14.07. statt. Start ist 10.30 Uhr, ihr könnt gerne alle kommen! Der inoffizielle Beginn als OMer wird am 26.07. sein. Einen Tag später startet in Offenburg Teenstreet. Dort werde ich im Communications-Team mitarbeiten und dafür sorgen, dass die Teens immer aktuelle Infos zu allen Seminaren, Workshops, Sportevents und Veranstaltungen haben. Dazu werden wir die Homepage immer aktuell halten.
Wie das alles so genau aussieht und ablaufen wird, weiß ich auch noch nicht genau. Aber ich bin sehr gespannt! :-) Ihr könnt ja dann auf der Teenstreet-Homepage oder hier auf dem Blog vorbeischauen!

In der Zeit zwischen den Terminen sind wir dabei einen Unterstützerkreis aufzubauen. Das ist eine spannende und herausfordernde Sache. Gar nicht so einfach, über Geld zu reden. Vor allem wenn man für sich selbst fragt. Doch an dieser Aufgabe muss ich wachsen. Gott hat uns in diesem Bereich schon gesegnet und wir freuen uns sehr über alle, die uns unterstützen! Aber es reicht noch nicht, um unsere ganze Versorgung zu finanzieren. Darum heißt es weiter Menschen zu fragen, Beziehungen zu pflegen und für mich, sich zu überwinden. Dankbar bin ich, dass OM uns ein Support Coaching bietet. Das hilft mir weiter und lenkt meinen Blick auch noch mal auf die biblischen Aspekte des Gebens, Nehmens und auf darauf, was es heißt in Gott versorgt zu sein. :-) 

Samstag, 25. Februar 2012

Und wo ist jetzt die Woche? - Probleme der Flexibilität

Wird mal wieder Zeit, dass hier etwas passiert. Darum hab ich als erstes das weihnachtliche Hintergrundbild entfernt und durch ein Standard-Bild von Google ersetzt. Irgendwie gefallen mir diese Bohnen in kaffeebraun. Auch wenn ich mich an das Design noch ein wenig gewöhnen muss, bin ich ziemlich zufrieden. Falls ich mich nicht daran gewöhnen kann, ändere ich es halt wieder. Des Flexibilität heutzutage ist schon ziemlich toll! Auch im Alltag kann sie ziemlich schön sein, vor allem als Student. Das muss ich jetzt noch ein bisschen ausnutzen. Denn, wenn alles klappt ist mein Studium dieses Jahr vorbei. Darum wollte ich meine freie Zeit nutzen um mich auf Abschlussprüfungen und Master-Arbeit und so vorzubereiten. Ein bisschen wenigstens. Aber Samstags kommt mir nun die Frage: "Wo ist die Woche?" Die ging schon wieder viel zu schnell vorbei. Grund dafür ist sicherlich die Flexibilität. Ach, dieses Wort gefällt mir, ich werde es gleich noch einmal benutzten. Flexibilität! Zum Glück hab ich in meinem Blog keine Zeichenbegrenzung oder sowas. Sondern kann flexibel soviel schreiben wie ich will! Yeah! Und wenn es dann keiner mehr liest, da bin ich so flexibel und lass es mir egal sein. :)
Ok, zurück zum Thema. Durch die wunderbare Flexibilität meinerseits und meiner Freunde konnte ich viele schöne Stunden mit diesen verbringen. Ja, ich bin wohl langsam so richtig hier angekommen und freue mich so viele tolle und wertvolle Menschen kennen zu dürfen. Da wird man schon mal spontan zum Mittagessen eingeladen, kann die ersten Frühlingssonnenstrahlen auf dem Balkon genießen, über Gott, die Welt und Lotusgeburten reden oder auch zusammen einen tollen Gebetsabend machen. Daneben kann ich, dank meiner Flexibilität, auch noch viel Zeit mit meiner wunderbaren Frau verbringen und sie mit Kuchen und leckeren Gerichten verwöhnen. 
Das Einzige, was unter der Flexibilität ein wenig gelitten hat, ist das Studium. Nun ja, es kommen wieder andere  Zeiten. Flexibilität sollte also immer mit einer Prioritätenliste genossen werden. Diese kann, je nach Bedarf aber auch flexibel gehandhabt oder geändert werden. So lange man sich solch eine Flexibilität leisten kann, sollte man dies tun. 
Dabei will aber nicht vergessen, dankbar zu sein! 

Sonntag, 1. Januar 2012

Feedback... und gesegnetes 2012!

So, nun ist alles geschafft! Mein Auslandssemester in der Schweiz, die Weihnachtsfeierei und Silvester! Ich bin wieder wohlbehalten im schönen Heidelberg und kann diesen Post verfassen, während ich auf meinem tollen neuen Schreibtischstuhl sitze! :) Aber der Reihe nach. Wie versprochen ein kurzes Feedback zu meinem Aufenthalt in Luzern. Das Feedback wird, wie vielleicht erwartet, nicht eindeutig ausfallen. Positiv sind eindeutig die Stadt, der See, die Aussicht auf die Berge, die WG und teils die Uni zu bewerten. Bilder, die das belegen habe ich ja schon gepostet, wer mehr sehen will kann gerne vorbeikommen, der bekommt dann einen privaten "Diavortrag" :) An der Uni war gut, dass einfach alles unter einem Dach war, und ich so einfach Einblicke in die Soziologie, Kulturwissenschaft und die Religionswissenschaften bekommen konnte, indem ich einfach Seminare und Vorlesungen besuchen konnte ohne durch die ganze Stadt zu fahren. Nicht so gut an der Uni war, dass das Niveau ab und an nicht ganz an das von Heidelberg heran reichte. Doch das Heidelberger Niveau ist auch einfach schon eine hohe Messlatte. Wenn ich schon beim Negativen bin, muss hier noch einmal erwähnt werden, dass ich in der Zeit meine Anna schon sehr vermisst habe und das halt sehr blöd war. Darum muss ich hier doch große Abstriche am Gefallen des Auslandssemester machen. Aber jetzt haben wir es geschafft!
Womit ich schon mitten in meinem nächsten Thema bin. Anna hat mich in Luzern abgeholt und dann sind wir zu ihrer Familie in den Schwarzwald gefahren und ich hatte weiße Weihnachten!! Yeah! :)

Nach einem schönen Zwischenstopp im schönen Wiesenbronn bei meiner Familie sind wir dann mit einem sehr voll geladenem Auto wieder in Heidelberg angekommen. Ich mag unsere Wohnung und freue mich sehr wieder dort zu sein!
Und um das Ganze hier abzuschließen: Ein gutes neues Jahr und viel Segen für alle eure Pläne! Ich freue mich, dass ein neues Jahr beginnt, in dem ich wieder in Heidelberg sein kann! Vielleicht bringt dieses Jahr auch den Abschluss meines Studiums. Wer weiß. Geplant ist es zumindest irgendwie. Aber 2012 bringt schon mal viele Hochzeiten! Auch von Leuten die ich sehr mag! Das ist toll, ich freue mich jetzt schon mit euch zu feiern! :)

Dienstag, 6. Dezember 2011

Ein Weihnachtsmarkt-Wochenende

Am zweiten Adventswochenende hat mich meine Anna hier in der Schweiz besucht und wir haben zu zweit zwei verschieden Weihnachtsmärkte unsicher gemacht. Am Samstag war unser Plan, nach Bern zu fahren. Den haben wir dann auch umgesetzt und sind losgefahren. Schon auf dem Hinweg haben wir das weiße und tolle Alpenpanorama bewundert! Als wir dann in der Stadt waren fiel mir auf, dass ich meinen Fotoapparat vergessen hatte. Darum gibt es keine Bilder von Bern hier. Aber die Stadt ist toll. Das müsst ihr mir jetzt nach meiner Beschreibung einfach glauben, oder selber hinfahren! Ein echt schöne Altstadt, die malerisch in einem Bogen der Aare gelegen ist. Dazu der Berner Bärengraben. Toll! Auch das Bundeshaus macht echt was her. Als es dann so langsam dunkel wurde, sind wir noch eine Runde über den dortigen Weihnachtsmarkt geschlendert. Im Vergleich zu den deutschen Märkten, die ich kenne, war er doch eher klein. Und was mich ein wenig verwundert hat war, dass es nur einen Verpflegungsstand mit Glühwein gab.
Am Sonntag war dann der Lozärner Wiehnachtsmärt angesagt. Auch dieser ist nicht viel größer als der Berner Weihnachtsmarkt, aber dafür gibt es hier mehrere Stände mit leckerem Glühwein und leckerem Essen. Und diesmal hatte ich auch an die Kamera gedacht. Darum gibt es hier ein Paar, traumhafte (wie ich finde) Bilder von Luzern, der Weihnachtsdeko und uns!



Freitag, 2. Dezember 2011

Wo ich bin, da fällt kein Schnee mehr

Dass Wiesenbronn, Stuttgart und Heidelberg traditionell nicht die schneereichsten Orte in der Bundesrepublik sind, ist mir klar. Aber auch hier in Luzern sieht es, bis jetzt wenigstens, auch nicht nach Schnee aus. Nachdem ich es sogar geschafft habe, in der Rhön den schneeärmsten Winter der dortigen Menschheitsgeschichte zu erwischen, droht mir hier das gleiche Schicksal.  Doch ich will nicht meckern und ziehe darum jetzt nur eine Zwischenbilanz. Was noch nicht ist kann ja noch werden. Aber wer kann bei so einem tollen Herbstausblick aus seinem Zimmer schon an Weihnachten denken? Höchstens wenn Abends alle Häuser schon schön weihnachtlich beleuchtet sind. 


Für Weihnachtsstimmung sorgt daher entweder das hier: kostenlose Weihnachtsmusik oder das unvergessene & grandiose Let It Snow Baby... Let It Reindeer von den grandiosen Jungs Relient K!

Montag, 21. November 2011

Was ich an diesem Wochenende gelernt habe

1. Zu Hause ist es wirklich am schönsten!
2. Weil es so ist, bin ich dort nicht produktiv. (Ob dieser Zusammenhang stimmt, weiß ich nicht sicher, aber sicher ist, dass ich fast nichts gemacht habe außer die Zeit zu Hause zu genießen)
3. Es ist ziemlich blöd Konzerttickets auf dem Weg zum Konzert in Bus oder Bahn zu verlieren. Also sollten diese nur noch in verschließbaren Taschen transportiert werden. (Aber noch blöder ist dies, wenn das Konzert auch noch ausverkauft ist!)

Freitag, 21. Oktober 2011

Bella Italia oder das verrückte Mailänder Labyrinth

Genau, wir waren ein verlängertes Wochenende in Genua. Oder zumindest in der Nähe. Genauer gesagt in Ceriale. Das liegt an der Küste genau zwischen Genua und Frankreich. Am Freitag fuhren wir ziemlich früh am Morgen schon los, da wir noch etwas vom Tag haben wollten. Den verbrachten wir dann größtenteils in Mailand. Wir fuhren einfach mal in die Stadt, parkten irgendwo in einem, wohl privaten Parkhaus, als wir dachten langsam in Zentrumsnähe zu sein. Dann versuchten wir uns mit Hilfe einer ausgedruckten GoogleMaps Stadtkarte zu orientieren und waren dann nach ca. 20 min. in Downtown Mailand. Dort schauten wir dann erst das Castello Sforzesco an und dann natürlich noch den Mailänder Dom. Ist schon ein imposantes Bauwerk.

Nach ner leckeren Pizza und ein wenig bummeln fuhren wir dann zum Campingplatz, auf dem wir ein kleines Bungalow gemietet hatten. Da dort fast nichts los war, haben wir zum gleichen Preis ein Mobilehome bekommen. Da hatten wir ein wenig mehr Platz und genossen die Sonne und die freie Zeit zusammen. Samstag war dann Pool und Meer angesagt. Wassertemperatur war ok, aber der Wind war doch ziemlich kalt. Am Sonntag feierten wir unseren ersten Hochzeitstag! War zwar der Standesamttag und wir hatten letztes Jahr abgemacht immer den Tag der kirchlichen Trauung zu feiern, aber da wussten wir noch net, dass wir an diesem Tag leider nicht zusammen feiern können. Darum haben wir das Feiern einfach vorgezogen. Tagsüber haben wir noch eine krasse Tropfsteinhöhle angeschaut und Abends sind wir dann lecker Essen gegangen und haben den Abend bei einem Gläschen Hochzeitswein am Strand ausklingen lassen.


                           Nach dem Baden...                                                                                ...ein groooooßes leckeres Eis!

Für Montag war unser Plan über Genua zu fahren. Genua war für uns schon eine typische südländische Stadt. Viele enge Gassen, aber mit wundervollen Bauwerken dazwischen. Einige der Palazzi sind sehr sehenswert und mit ihrer verschwenderischen Größe ein Kontrapunkt zu den engen Gassen. Gegen Abend machten wir uns dann auf den Heimweg. Den hatten wir nur nicht so gut vorbereitet. Wir dachten auf den Autobahnschildern steht schon alles drauf, wo wir hin wollen. Aber irgendwie war das nicht so und auf einmal standen wir direkt auf der Spur "Milano centro"! Tja, umdrehen war in der Rushhour auf der mehrspurigen Straße auch nicht einfach drin... Also dachten wir uns, wir fahren einfach mal quer durch Mailand. Irgendwann kommen bestimmt wieder Schilder mit der richtigen Autobahn, die Nummer hatten wir inzwischen per Handy rausgefunden. Da es aber mittlerweile dunkel war und die Beschilderung in Mailand jetzt nicht mit grellen Reklameschildern vergleichbar ist, irrten wir eine ganze Stunde durch die Stadt. Auch durch Kopfsteinplasterstraßen und zwischen lauter Rollern hindurch, die scheinbar überall fuhren. Dann hatte ich doch endlich eine viel versprechende Straße gefunden, die sich aber nach ca. 1 km als Taxi- und Busspur erwies. Zumindest die Richtung die wir befuhren. Also hab ich im "Italian style" mitten im Verkehr über die durchgezogene Linie gewendet. Als wir dann doch langsam am verzweifeln waren entdeckten wir Gott sei Dank(!) ein Autobahnschildchen. Und es war sogar die richtige Nummer dahinter! Von dann an war die Beschilderung relativ gut, im Vergleich zu davor, und so entkamen wir schließlich dem Mailänder Labyrinth und erreichten spät am Abend sicher wieder Luzern.
Die restlichen Tage mit meiner Anna waren wieder eher von der Uni geprägt, aber am Mittwoch konnten wir unseren letzten Abend noch mit einem Besuch im Luzerner Theater ausklingen lassen. Dort haben wir Dank der "Last Minute-Aktion" für 15 Franken "West Side Story" anschauen können. War echt ziemlich cool und das erste Musical, dass ich so live gesehen habe. Dann musste die Anna leider wieder nach Heidelberg zurück und die bisher aufregendsten und schönsten zwei Wochen hier waren zu Ende.

Montag, 17. Oktober 2011

Zürich, Bürgenstock und so

Um einfach mal weiter zu erzählen und einen nahezu nahtlosen Übergang zu meinem letzten Eintrag zu erreichen, lasse ich einfach mal komische Songtitel, die meine Stimmung beschreiben, weg und steige voll ins Thema ein: Annas Besuch und unsere Touri-Touren. Nachdem wir den Pilatus bezwungen hatten, beschlossen wir am nächsten Tag nach Zürich zu fahren und zunächst am Morgen in den Gottesdienst der ICF zu gehen. Immerhin gibt es da tollen Worship und viele Leute, wie ich gehört hatte. Darum wollte ich mal hin, Anna war schon mal dort gewesen. Wir beschlossen, um etwas zu verstehen, den Gottesdienst der unter Hochdeutsch angekündigt war, zu besuchen. Das war leider der früheste und darum war die Halle nur halb gefüllt. Auch die Band spielte "nur" unplugged, was uns aber nichts ausmachte. Denn die waren echt sehr gut. Ein wenig irritierend war die Tatsache, dass nur Lieder mit schweizerdeutschen Texten gespielt wurden. Da dachten wir schon im falschen Gottesdienst gelandet zu sein, aber die Predigt konnte dann von uns einwandfrei verstanden werden, sowohl wörtlich als auch in ihrem Sinn. Danach spazierten wir in die Stadt. Weil wir unser Auto einfach in der Nähe der ICF stehen ließen, dauerte es ein wenig länger, bis wir das Zentrum erreichten. Aber das war die beste Muskelkaterprophylaxe nach unsere Wandertour am Tag zuvor. Außerdem kam in der Zeit dann die Sonne raus und wir schauten uns bei herrlichstem Wetter die Stadt an.

Dann startete wieder die Woche, und damit auch die Uni, die ich brav ab und an besucht habe. Aber dennoch hatten wir uns noch zwei Touri-Ziele überlegt. Da kam es passend, dass just an diesem Mittwoch ein Seminar von mir leider ausfallen musste. Wir nutzten die Zeit und besuchten an diesem Nachmittag/Abend den Bürgenstock. Ich dachte zuerst der Berg (1128m, also eher ein Hügel für Schweizer Verhältnisse) heißt Birkenstock, wie die allseits beliebten Sandalen-Marke in Deutschland. Ich ließ mich dann eines Besseren belehren und erfuhr, dass vor allem ein Sonnenuntergang dort sehr romantisch und reizvoll sein soll. Praktischerweise gibt es bei 870 m einen Hotelkomplex mit Parkplatz, darum mussten wir diesmal nicht allzu viele Höhenmeter bezwingen. Die ehemaligen Grand-Hotels dort oben stehen leer, doch vor kurzem wurde das ganze Gelände gekauft und es wird dort eine riesige Ressort-Hotelanlage mit allem Schnick-Schnack entstehen. Darum wurde dort auch fleißig gebaut. Im Wald gelangten wir dann über Stock und Stein-Wanderwege nach oben. Wer nicht mehr ganz so gut zu Fuß ist, kann auch mit einem Aufzug an der Steilwand des Berges nach oben fahren. Die Steilwand ragt direkt aus dem Vierwaldstätter See gegenüber von Luzern auf. Auf den Aufzug sind sie dort auch ziemlich stolz, da es den jetzt auch schon über 100 Jahre gibt und er der höchste Außenlift Europas ist. Und ganz viele tolle berühmte Leute sind da schon mitgefahren. Zum Beispiel Sean Connery, der in der Nähe 007-Goldfinger gedreht hat. Oder auch Audrey Hepburn war dort, wie auch Jimmy Carter und Henry Kissinger. Und jetzt auch wir! :) Wir genossen die Aussicht über den See und die Zentralschweiz. Auch wenn Wolken da waren, haben wir noch ein bisschen was vom Sonnenuntergang mitbekommen. Der Rückweg führte über den Felsenweg parallel zur Felswand entlang. Ziemlich nah am Abgrund, aber mit toller Aussicht!

 
Am Donnerstagabend unternahmen wir noch ein kleine Radtour zum Schlösschen am Meggenhorn. Meggen ist ein kleiner Ort neben Luzern, und dort hat sich im 19. Jahrhundert ein Baron sein Traumschlösschen gebaut. Klein, aber stark verziert. Dazu steht dort noch eine ca. 3 m hohe Christusstatue, die ihre Hände über den See breitet. Unter ihr haben wir dann noch ein gemütliches Bierchen genossen. Leider haben mir die asiatischen Touristen, die uns von ihrem Ausflugsschiff aus fotografierten, nicht ihre Bilder geschickt. Und da wir keine Kamera dabei hatten, gibt es davon auch keine hier. Wohin dann unsere Reise am Freitag ging, löse ich im nächsten Beitrag auf. Also mal wieder vorbeischauen hier! :)

Denn sie ist weg, und ich bin wieder allein, allein

Schön waren die beiden Wochen, die meine liebe Anna hier in Luzern bei mir verbrachte. Wunderschön, wie Urlaub, den ich nur ab und an durch Universitätsbesuche unterbrechen musste. Aber für Anna war es Urlaub. Und das war toll. Und in den beiden Wochen haben wir beide auch einiges unternommen. Wenn wir schon mal mitten, ok fast mitten, in den Bergen und fast, ok näher als von Heidelberg aus, am Meer sind. Passend dazu hatten wir noch einen wirklich goldenen Herbst, so konnten wir auch häufig draußen sein. Nach der Stadtbesichtigung am ersten Tag, bei der auch ich noch neue Ecken von Luzern entdeckte, planten wir für den folgenden Tag eine Wanderung.

Da sich die Berge hierfür anboten, beschlossen wir den Pilatus zu erklimmen. Der Pilatus ist sozusagen der Hausberg von Luzern und mit 2119 m ein guter Anfang für uns ungeübte Bergwanderer. Wir entschieden uns über eine 5-stündige Route die ca. 1800 Höhenmeter zu bewältigen. Unserer ungenügende Wanderausrüstung (Jeans und Turnschuhe) machten wir mit leckerem Proviant (Vesperbrote, Äpfel, Müsliriegel und Wasser) und jeder Menge Motivation wett. Wir brachen dann gemütlich im Laufe des Vormittags bei Nebel auf, ohne unser Ziel sehen zu können.

Nachdem wir schon ein paar Meter durch saftige Kuhweiden mit stinkenden Kuhfladen gewandert waren, erreichten wir das Ende des Nebels und genossen erst mal die Sonne und den Ausblick. Nach einer Stärkung für Körper und Geist ging es dann immer weiter nach oben. Die Höhenmeter machten sich doch recht schnell im meiner Schweißproduktion bemerkbar und die ließ auch nicht nach, als die Abhänge steiler wurden. So Wohl war mir doch nicht immer dabei. Bin halt nur Weinberge gewohnt :) Nach einigen weiteren Pausen erreichten wir dann am Nachmittag, kurz nach der angegeben Zeit, tatsächlich unser Ziel.


Nach einem leckeren, kühlen Radler machten wir uns an den Abstieg die Abfahrt. Für ein paar wenige Franken konnten wir ziemlich schnell mit der steilsten Zahnradbahn der Welt wieder zum Seeniveau fahren. Mit Laufen wäre wir auch nicht mehr so allzu weit gekommen. :) Die S-Bahn brachte uns zu unserem Auto und das uns zu meinem kleinen WG-Zimmer. Die Tour hat uns doch ziemlich erschöpft aber auch ziemlich viele Glückshormone freigesetzt. Und es hat Spaß gemacht, also steht einer ähnlichen Unternehmung nichts mehr im Weg, außer vielleicht das Wetter oder der Einkauf der passenden Ausrüstung. An machen Stellen wurde mir der Sinn des Wanderschuhs doch klar!
Aufgrund der vorgerückten Stunde erzähle ich den Rest des Besuchs inklusive der dazugehörigen Bebilderung morgen. Hier noch ein paar Pilatus-Impressionen:


Samstag, 24. September 2011

Die ersten Tage

sind schon wieder vorbei und ich will euch doch einige Einblicke ins Leben von Luzern nicht vorenthalten. Hier läuft schon manches anders, als in Deutschland oder auch einfach anders als ich es vielleicht erwartet oder mir vorgestellt habe. Da Listen ja allgemein verständlich sind, werde ich einfach mal ein paar Punkte hier auflisten, die mir hier in Luzern gefallen. Einige werde ich auch mit Bildchen unterlegen:

+ Mir gefällt das Unigebäude. Nagelneu, wurde Anfang September eröffnet und ist ultramodern. In jedem, noch so kleinen Seminarraum gibts nen Raumserver, mit dem man einfach alles steuern kann. Und auch sonst ist die Uni klein und persönlich. Das ist meistens gut. :)
+ Fahrrad heißt hier Velo. Und das Velofahren in der Stadt ist jedes Mal aufs neue spannend. Hier gibt es viele Fahrradwege. Eigentlich hat jede Straße noch nen extra Streifen für Velos. Manche haben sogar zwei. Also auch in der Mitte zwischen zwei Fahrstreifen der Autos. Da war ich das erstmal schon ein wenig verwirrt, als ich da mitten in der Straße fuhr oder auch links abbiegen musst. Aber die Autofahrer sind hier das gewohnt und auch echt rücksichtsvoll. Interessanterweise sind an manchen Kreuzungen, an denen eine ordentliche Verkehrsführung sinnvoll wäre, mal einfach keine Velospuren mehr. Dann fährt halt einfach jeder wie er will. Irgendwie untypisch für die Schweiz, dass wenns keine einfache Lösung gibt, einfach nix gemacht wird. Nun ja, mittlerweile hab ich mich dran gewöhnt auch mal zwischen LKW und Bus zu fahren.
-Hier gibt es viele lustige Schilder! Wie Werbung für Alu-Recycling. Leider nur ein spontanes Handybild. Wenn ich mal mit meiner Kamera unterwegs bin, kann ich noch andere Varianten fotografieren:
Sorry, für die schlechte Qualität!


+ Dann gibt es hier auch noch viele Japaner. Und andere Touristen. So wie zu Hause in Heidelberg eigentlich. Luzern hat sich auch schon seit einiger Zeit als Sommer-Tourismusort der Schweiz etabliert. Kann man auch verstehen, dass solche Gebäude für fernöstliche Urlauber sehenswert sind:
älteste überdachte Holzbrücke der Welt

Wasserturm
Eine lustige Begebenheit gibt es noch in diesem Zusammenhang. Die Fußgänger-Ampeln sind wirklich mit ziemlich knappen Grünphasen ausgestattet. So passiert es öfters, wenn eine Touristengruppe die Straße überquert, dass einige, meist ältere Besucher verwirrt über die hupenden Autos über die Straße rennen um den Anschluss nicht zu verlieren. Manche merken aber auch die rote Ampel nicht und gehen seelenruhig ihrer Gruppe hinterher.

+ Weiterhin gefallen mir die idyllischen Uferplätze an den Seen hier. Sowohl am großen Vierwaldstätter See, als auch am kleinen, ungefähr 100m Luftline von meinem Zimmer entfernten, Rotsee. Auch hier ein paar Bilder:
Rotsee

Vierwaldstätter See

+ Schweizer Radio. Vor allem mit der Werbung kann man die Sprache hier lernen. Sehr amüsant :)
+ Schweizer Käse & Schweizer Schoki. Hmm, lecker!


- Meine Anna fehlt mir :(
- Als großes Minus müssen hier noch die Preise genannt werden. Döner für 9 Franken sind für mich nicht erschwinglich. Auch mal Abends ein Bierchen trinken gehen kann teuer werden. Habe am Donnerstag für ein kleines Bier 6 Franken gezahlt. Dann doch lieber mit Dosenbier an den See setzten :)

Sonntag, 18. September 2011

Moskau, Moskau

Lange versprochen, jetzt endlich eingelöst: Bilder aus Moskau! Natürlich nur ein paar, aber sonst hättet ihr noch länger darauf warten müssen. Hoffentlich gefallen sie euch!

Eingang zum Roten Platz

Kaufhaus "GUM"

Basilius-Kathedrale

Zarenkanone

Eine der vielen Kirchen im Kremel

Blick vom Hotel

Museum des "Großen Vaterländischen Krieges"
Held der Sowjetunion


Fernsehturm am Abend

Stalinistischer Prachtbau

Christi-Erlöser-Kathedrale

Roter Platz am Abend

Lomonosow-Universität

Olympiastadion mit Stadtpanorama

Feuerwerk zum Stadtfest

Samstag, 21. Mai 2011

Workshop im Weltraum

Irgendwie war das klar: Erst fängt der hier an zu bloggen und schwupps... hört er schon wieder auf. Mag zumindest der eine oder andere der wenigen Leser hier über mich gedacht haben. Ja, irgendwie schiebe ich das ganze immer vor mir her. Ohne Grund eigentlich. Weil eigentlich macht mir das ganze ja auch Spaß. Und was Spaß macht muss man ja nicht vor sich her schieben. Aber weil etwas auch Spaß machen soll, soll es nicht zu einer zwanghaften Gesetzmäßigkeit werden. Ach ja, lange Rede, kurzer Sinn: Heute gibt es wieder einen Eintrag von mir!

Denn Themen, die gibt das Leben einem zuhauf! Heute durfte ich einen Workshop im Verlag "Spektrum der Wissenschaften" besuchen. Ging um Wissenschaftsjournalismus. Also auch schreiben. Letztes Semester war ich auch schon mal dort. Und das tolle daran, neben der Tatsache, dass man etwas lernt, ist die grandiose Marketingabteilung dort. Denn am Ende bekommt jeder sein Täschchen mit auf den nach Hause Weg. Natürlich bekommt jeder von jeder Zeitschrift des Verlages ein Exemplar. Das ist toll, auch wenn mich "Sterne und Weltraum" weniger interessieren und ich da lieber auf die epoc zurückgreife. Aber dann gibt es noch die Werbeartikel. Kugelschreiber oder Taschentücher mit Firmendruck. Ist ja irgendwie Standard sowas. Was mich sehr erfreute, das letzte Mal, war ein 4 GB USB Stick! Das war toll, doch statt dessen bekam ich heute ein Päckchen Trostpflaster, im wahrsten Sinne des Wortes! Doch als ich weiter in meiner Tasche kramte, war heute doch auch wieder das absolute Highlight dabei. Wie im letzten Jahr, so bekam ich auch heute wieder ein ultimatives "Spektrum der Wissenschaften-Vesperbrettchen." Wer mich mal besuchen kommt, kann dann mit mir davon speisen :D
So, wer jetzt denkt, dieser Eintrag sei Schleichwerbung, der hat damit nicht so ganz unrecht... immerhin ist in der nächsten epoc-Ausgabe eine Rezension von mir abgedruckt!

Freitag, 18. Februar 2011

Was du heute kannst besorgen...

... das verschiebe ruhig auf morgen.
Das ist in letzter Zeit irgendwie häufiger bei mir das Motto, zumindest was meinen schönen Blog hier angeht... Aber hier, da ist wieder einer, ein Eintrag! :)
Und zwar mit den neusten Infos aus dem Krankenhaus. Wer jetzt denkt, dass Geschichten über meine Frau kommen, falsch! Anna arbeitet zwar da, aber die letzten beiden Tage hab ich mir mal wieder die Erlangener Uni-Klinik von innen angeschaut. Zumindest die Augenklinik und was ich nach den Untersuchungen noch so sehen konnte. Mein Sehnerv ist nämlich schneller gewachsen als alles andere an mir. Darum ist er auch ziemlich riesig, aber keiner kann das sehen :) Nur der Arzt mit seinen tollen Instrumenten.
Und da mein Sehnerv so groß ist dachte er auch, ich könnte ein Glaukom haben. Hab ich aber nicht! Weil alles andere ist so wies sein sollte mit meinem Augen (bis auf die Hornhautkrümmung, aber das ist ne andere Geschichte).
Tja, da war ich nun zu einem 24-Stunden Augendrucktest, Gesichtsfeldmessungen und und und. Aber alle Ergebnisse waren echt gut und somit hab ich wohl kein Glaukom. Ist mir auch lieber, denn so kann ich vielleicht doch mal ab und an hier was schreiben!
Oder auch an meiner Hausarbeit, die wartete hier in Heidelberg brav auf mich und ich sollte sie lieber nicht noch weiter nach morgen verschieben! Genauso wie Arzttermine, denn eigentlich sollte ich irgendwann im letzten Sommer zu diesen Untersuchungen... :)

Freitag, 28. Januar 2011

Isn't it ironic...

Eigentlich mag ich ja nicht so sehr englische Titel über deutschen Texten, aber diesmal war die Verbindung meiner Synapsen zu schnell hergestellt. Ironie, etwas das mir irgendwie in letzter Zeit häufiger passierte. Damit meine ich nun nicht ironische Aussagen anderer, sondern die Ironie des Lebens...
Beispiele gefällig? Bitteschön: Kaum hatte ich die Kette meines Fahrrads repariert, hatte ich einen Platten. Dazu kann man noch sagen, dass das gute alte Rad, das mein Papa damals zu seiner Konfirmation bekam bis dato immer treu seinen Dienst tat... Nun ja, was wohl ein bisschen bitterer ist, konnte ich bei einem besonderen Schauspiel beobachten. Letztens war der Preis für einen Liter Super Benzin auf 1,40€ "gefallen". Da meine Bahn direkt gegenüber der günstigen Tankstelle des Kauflands abfährt, konnte ich einen großen "traffic jam" um die Tankstelle und die Einfahrt, zu meinem Vergnügen, beobachten. Und dann ging doch wirklich einem Auto mitten in dem Gewühl das Benzin aus. Und das kurz vor dem Ziel... und anscheinend konnte auch keiner mit einem Kanister nachhelfen, weswegen dem Besitzer nichts anderes übrig blieb, als sein Auto, weg von der Tankstelle auf den Parkplatz zu schieben.
Aber auch sonst passieren ständig kleine Dinge, die zum Schmunzeln über die Ironie des Lebens anregen. Da lese ich doch tatsächlich einmal alle Texte für das Hauptseminar und dann vergesse ich diese zu Hause auf dem Schreibtisch... oder dann ist da noch Annas Oma, die uns immer gemahlenen Kaffee schenkt, obwohl wir doch zur Hochzeit einen schicken Saeco-Automat bekommen haben.
Und so landete mein Ohrwurm immer wieder in den 90er bei Alanis Morissette:


Achja, Regen am Hochzeitstag finde ich gar nicht ironisch! :)