1. Zu Hause ist es wirklich am schönsten!
2. Weil es so ist, bin ich dort nicht produktiv. (Ob dieser Zusammenhang stimmt, weiß ich nicht sicher, aber sicher ist, dass ich fast nichts gemacht habe außer die Zeit zu Hause zu genießen)
3. Es ist ziemlich blöd Konzerttickets auf dem Weg zum Konzert in Bus oder Bahn zu verlieren. Also sollten diese nur noch in verschließbaren Taschen transportiert werden. (Aber noch blöder ist dies, wenn das Konzert auch noch ausverkauft ist!)
Geschichten eines Missionar – in Deutschland – der anderen Mission ermöglichen will und für Mission begeistern möchte
Montag, 21. November 2011
Donnerstag, 17. November 2011
Und dann war es plötzlich soweit...
...die Herbstjacke blieb im Schrank. Seit Beginn der Woche hab ich nur noch meine dicke Winterjacke an. Weil mittlerweile ist es echt schon kalt hier. Bis vor kurzem reichte noch mein Herbstjäckchen gepaart mit der körpereigenen Wärmeenergie, die ich beim Velofahren produzierte, aus, um mich warm zu halten.
Ansonsten tauchen hier immer wieder Weihnachtsvorboten auf. Die bereits aufgehängte, aber noch nicht in Betrieb genommene Weihnachtsbeleuchtung und mein erste Glühwein für diesen Winter. Den hab ich spontan mit einem Kommilitonen nach der Uni getrunken. Doch war das leider ein schweizer Glühwein. Das heißt, so wie hier auch sonst so viele Getränke hergestellt werden wurde auch der Glühwein fabriziert: Sirup/Konzentrat mit heißem Wasser.
Naja, sah aus wie Glühwein, war so heiß wie Glühwein und schmeckte auch irgendwie danach. Wird aber nichtsdestotrotz der letzte seiner Art gewesen sein, den ich getrunken habe!
An der Uni gibt es noch zwei Dinge, die für mich als deutschen Studenten doch sehr faszinierend sind. Zum einen ist da die Universitätsbibliothek. Die besitzt keine Schließfächer. Aber wo kann ich denn dann meine Jacke und meinen Rucksack abschließen, dachte ich schon nahezu verzweifelt. Die Antwort war einfach: Nirgendwo! Man kann mit allem, was man so zur Uni schleppt einfach in den Lesesaal gehen und sich dort breit machen. Der Bücherklau wird elektronisch gestoppt, wie im Einkaufsladen. Tja, schon praktisch so!
Das andere Ding ist die Pause in der Vorlesung. Nach 45 min ist eine Pause von 15 min eingeplant. Dann geht die Vorlesung noch einmal 45 min. Also eine ganz normale Länge mit einer ganz normalen Pause. Der Vorteil davon ist, dass der Professor, der sowieso schon notorisch hinter seinem Semesterplan hinterherhinkt nicht noch 5 min ungeplante Pause in die Mitte der Vorlesung quetschen muss. Diese 5 min werden dann doch am Ende wieder als mittlerweile 10 min angehängt, obwohl man schon eigentlich woanders sein müsste. Oder zumindest sich auf den Weg machen sollte. Dieses, vom Fußball abgeschaute Konzept (2x45 min +15 min Pause + angemessene und den Unterbrechungen geschuldete Nachspielzeit), hat sich in meiner bisherigen Erfahrung sehr bewährt.
Vielleicht sollte man dazu einen runden Tisch im Deutschen Uni Bund einberufen und dabei die Fans Studenten nicht außen vor lassen. Denn nur so kann die wahre Stimmung und das Feeling in den Stadien Hörsälen erhalten bleiben.
Mittwoch, 2. November 2011
Auf der Straße gelandet...
Nein, ich hab mein WG-Zimmer in Luzern noch. Bin gerade eine Woche in Heidelberg, da es sich bei weniger als 50% meiner Kurse wahrlich nicht gelohnt hatte, für eine Woche zurückzufahren.
Und nein, meine Anna hat mich auch nicht Raus geschmissen! Aber trotzdem sitze ich hier bei immer dunkler werdendem Licht im Vorgarten unseres Hauses. Irgendwann sollte ich mir mal merken, dass es nichts bringt, wenn nur Anna einen Schlüssel mit nimmt, wenn wir zusammen aus der Wohnung gehen aber nicht zusammen nach Hause kommen. Naja, dank W-Lan und Netbook kann ich diesen glorreichen Blog Post verfassen. Aber wegen der Zeitumstellung wird es doch langsam kalt und dunkel, ist ja schon November. Da bringt es auch nichts, dass ich den Schlüssel aus der Schweiz dabei habe, der passt nämlich nicht.
Immerhin hab ich gelernt, dass das Internet einen zwar toll ablenken kann, aber das es weder Kaffee kochen noch Wärme spenden kann. Und es gibt zwar wirklich viel Scheiße im Internet, aber wenn man aufs Klo muss, bringt das auch nichts!!! So bleibt mir nur die Hoffnung, dass Anna bald kommt und mein W-Lan!
Und nein, meine Anna hat mich auch nicht Raus geschmissen! Aber trotzdem sitze ich hier bei immer dunkler werdendem Licht im Vorgarten unseres Hauses. Irgendwann sollte ich mir mal merken, dass es nichts bringt, wenn nur Anna einen Schlüssel mit nimmt, wenn wir zusammen aus der Wohnung gehen aber nicht zusammen nach Hause kommen. Naja, dank W-Lan und Netbook kann ich diesen glorreichen Blog Post verfassen. Aber wegen der Zeitumstellung wird es doch langsam kalt und dunkel, ist ja schon November. Da bringt es auch nichts, dass ich den Schlüssel aus der Schweiz dabei habe, der passt nämlich nicht.
Immerhin hab ich gelernt, dass das Internet einen zwar toll ablenken kann, aber das es weder Kaffee kochen noch Wärme spenden kann. Und es gibt zwar wirklich viel Scheiße im Internet, aber wenn man aufs Klo muss, bringt das auch nichts!!! So bleibt mir nur die Hoffnung, dass Anna bald kommt und mein W-Lan!
Freitag, 21. Oktober 2011
Bella Italia oder das verrückte Mailänder Labyrinth
Genau, wir waren ein verlängertes Wochenende in Genua. Oder zumindest in der Nähe. Genauer gesagt in Ceriale. Das liegt an der Küste genau zwischen Genua und Frankreich. Am Freitag fuhren wir ziemlich früh am Morgen schon los, da wir noch etwas vom Tag haben wollten. Den verbrachten wir dann größtenteils in Mailand. Wir fuhren einfach mal in die Stadt, parkten irgendwo in einem, wohl privaten Parkhaus, als wir dachten langsam in Zentrumsnähe zu sein. Dann versuchten wir uns mit Hilfe einer ausgedruckten GoogleMaps Stadtkarte zu orientieren und waren dann nach ca. 20 min. in Downtown Mailand. Dort schauten wir dann erst das Castello Sforzesco an und dann natürlich noch den Mailänder Dom. Ist schon ein imposantes Bauwerk.
Nach ner leckeren Pizza und ein wenig bummeln fuhren wir dann zum Campingplatz, auf dem wir ein kleines Bungalow gemietet hatten. Da dort fast nichts los war, haben wir zum gleichen Preis ein Mobilehome bekommen. Da hatten wir ein wenig mehr Platz und genossen die Sonne und die freie Zeit zusammen. Samstag war dann Pool und Meer angesagt. Wassertemperatur war ok, aber der Wind war doch ziemlich kalt. Am Sonntag feierten wir unseren ersten Hochzeitstag! War zwar der Standesamttag und wir hatten letztes Jahr abgemacht immer den Tag der kirchlichen Trauung zu feiern, aber da wussten wir noch net, dass wir an diesem Tag leider nicht zusammen feiern können. Darum haben wir das Feiern einfach vorgezogen. Tagsüber haben wir noch eine krasse Tropfsteinhöhle angeschaut und Abends sind wir dann lecker Essen gegangen und haben den Abend bei einem Gläschen Hochzeitswein am Strand ausklingen lassen.
Nach dem Baden... ...ein groooooßes leckeres Eis!
Für Montag war unser Plan über Genua zu fahren. Genua war für uns schon eine typische südländische Stadt. Viele enge Gassen, aber mit wundervollen Bauwerken dazwischen. Einige der Palazzi sind sehr sehenswert und mit ihrer verschwenderischen Größe ein Kontrapunkt zu den engen Gassen. Gegen Abend machten wir uns dann auf den Heimweg. Den hatten wir nur nicht so gut vorbereitet. Wir dachten auf den Autobahnschildern steht schon alles drauf, wo wir hin wollen. Aber irgendwie war das nicht so und auf einmal standen wir direkt auf der Spur "Milano centro"! Tja, umdrehen war in der Rushhour auf der mehrspurigen Straße auch nicht einfach drin... Also dachten wir uns, wir fahren einfach mal quer durch Mailand. Irgendwann kommen bestimmt wieder Schilder mit der richtigen Autobahn, die Nummer hatten wir inzwischen per Handy rausgefunden. Da es aber mittlerweile dunkel war und die Beschilderung in Mailand jetzt nicht mit grellen Reklameschildern vergleichbar ist, irrten wir eine ganze Stunde durch die Stadt. Auch durch Kopfsteinplasterstraßen und zwischen lauter Rollern hindurch, die scheinbar überall fuhren. Dann hatte ich doch endlich eine viel versprechende Straße gefunden, die sich aber nach ca. 1 km als Taxi- und Busspur erwies. Zumindest die Richtung die wir befuhren. Also hab ich im "Italian style" mitten im Verkehr über die durchgezogene Linie gewendet. Als wir dann doch langsam am verzweifeln waren entdeckten wir Gott sei Dank(!) ein Autobahnschildchen. Und es war sogar die richtige Nummer dahinter! Von dann an war die Beschilderung relativ gut, im Vergleich zu davor, und so entkamen wir schließlich dem Mailänder Labyrinth und erreichten spät am Abend sicher wieder Luzern.
Die restlichen Tage mit meiner Anna waren wieder eher von der Uni geprägt, aber am Mittwoch konnten wir unseren letzten Abend noch mit einem Besuch im Luzerner Theater ausklingen lassen. Dort haben wir Dank der "Last Minute-Aktion" für 15 Franken "West Side Story" anschauen können. War echt ziemlich cool und das erste Musical, dass ich so live gesehen habe. Dann musste die Anna leider wieder nach Heidelberg zurück und die bisher aufregendsten und schönsten zwei Wochen hier waren zu Ende.
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Nach ner leckeren Pizza und ein wenig bummeln fuhren wir dann zum Campingplatz, auf dem wir ein kleines Bungalow gemietet hatten. Da dort fast nichts los war, haben wir zum gleichen Preis ein Mobilehome bekommen. Da hatten wir ein wenig mehr Platz und genossen die Sonne und die freie Zeit zusammen. Samstag war dann Pool und Meer angesagt. Wassertemperatur war ok, aber der Wind war doch ziemlich kalt. Am Sonntag feierten wir unseren ersten Hochzeitstag! War zwar der Standesamttag und wir hatten letztes Jahr abgemacht immer den Tag der kirchlichen Trauung zu feiern, aber da wussten wir noch net, dass wir an diesem Tag leider nicht zusammen feiern können. Darum haben wir das Feiern einfach vorgezogen. Tagsüber haben wir noch eine krasse Tropfsteinhöhle angeschaut und Abends sind wir dann lecker Essen gegangen und haben den Abend bei einem Gläschen Hochzeitswein am Strand ausklingen lassen.
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Für Montag war unser Plan über Genua zu fahren. Genua war für uns schon eine typische südländische Stadt. Viele enge Gassen, aber mit wundervollen Bauwerken dazwischen. Einige der Palazzi sind sehr sehenswert und mit ihrer verschwenderischen Größe ein Kontrapunkt zu den engen Gassen. Gegen Abend machten wir uns dann auf den Heimweg. Den hatten wir nur nicht so gut vorbereitet. Wir dachten auf den Autobahnschildern steht schon alles drauf, wo wir hin wollen. Aber irgendwie war das nicht so und auf einmal standen wir direkt auf der Spur "Milano centro"! Tja, umdrehen war in der Rushhour auf der mehrspurigen Straße auch nicht einfach drin... Also dachten wir uns, wir fahren einfach mal quer durch Mailand. Irgendwann kommen bestimmt wieder Schilder mit der richtigen Autobahn, die Nummer hatten wir inzwischen per Handy rausgefunden. Da es aber mittlerweile dunkel war und die Beschilderung in Mailand jetzt nicht mit grellen Reklameschildern vergleichbar ist, irrten wir eine ganze Stunde durch die Stadt. Auch durch Kopfsteinplasterstraßen und zwischen lauter Rollern hindurch, die scheinbar überall fuhren. Dann hatte ich doch endlich eine viel versprechende Straße gefunden, die sich aber nach ca. 1 km als Taxi- und Busspur erwies. Zumindest die Richtung die wir befuhren. Also hab ich im "Italian style" mitten im Verkehr über die durchgezogene Linie gewendet. Als wir dann doch langsam am verzweifeln waren entdeckten wir Gott sei Dank(!) ein Autobahnschildchen. Und es war sogar die richtige Nummer dahinter! Von dann an war die Beschilderung relativ gut, im Vergleich zu davor, und so entkamen wir schließlich dem Mailänder Labyrinth und erreichten spät am Abend sicher wieder Luzern.
Die restlichen Tage mit meiner Anna waren wieder eher von der Uni geprägt, aber am Mittwoch konnten wir unseren letzten Abend noch mit einem Besuch im Luzerner Theater ausklingen lassen. Dort haben wir Dank der "Last Minute-Aktion" für 15 Franken "West Side Story" anschauen können. War echt ziemlich cool und das erste Musical, dass ich so live gesehen habe. Dann musste die Anna leider wieder nach Heidelberg zurück und die bisher aufregendsten und schönsten zwei Wochen hier waren zu Ende.
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