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Sonntag, 2. März 2014

Belgien – Zweite Woche

Am Montag war ich immerhin soweit fit, dass ich an den normalen Teamaktivitäten wieder teilnehmen konnte. Und das hat sich gelohnt, denn es stand ein Ausflug in die Ardennen auf dem Programm. Am Vormittag fuhren wir über Landstraßen nach Durbuy. Eine Stadt mit 500 Einwohnern und unzähligen Hotels und Restaurants. Nicht nur das Stadtrecht hat aus dem Mittelalter überdauert, sondern auch das Stadtbild mit engen, gepflasterten Gassen. Nach diesem Zwischenstopp ging es weiter zu einer keltischen Befestigungsanlage. Zu dieser wanderten wir durch die Ardennen, die wirklich wunderschön sind.
Dienstagvormittag stand wieder der Gebetsmorgen mit dem Team von OM Belgien auf dem Programm. Der Nachmittag war frei, dafür besuchten wir am Abend noch einmal die afghanischen Asylbewerber. Dieser Besuch war für mich sehr beeindruckend, darum werde ich hoffentlich noch einmal gesondert dazu schreiben.
Mittwoch war der große Putztag im Jugendtreff, den die Gemeinde Le Catalpa zum Gottesdienst nutzt. Wie schon am ersten Tag, fuhren wir morgens dorthin und begannen einen großen Frühjahrsputz. Wir haben die Wände geschrubbt, die Toiletten wurden seit langen mal wieder richtig sauber, die Bar wurde auf Vordermann gebracht und der kleine zugemüllte Garten hinter dem Gebäude ist jetzt wieder begehbar. Am Nachmittag halfen einige der Jugendlichen mit, die sich wunderten, warum wir für sie putzen und sehr dankbar über die Hilfe waren.
Der Donnerstag war wieder ein praktischer Tag. Wir halfen im ZavCentre: Streichen, Blumenkästen bepflanzen und die Terrasse mit Hochdruck reinigen standen auf dem Programm.
Freitags ist der Studientag des Teams hier in Belgien. Wir konnten daran teilnehmen und mehr über das Thema »Predigt« lernen. Abends verabschiedete unser Team uns mit leckerem koreanischem Essen und einem französischen Nachtisch. Mit einem gemeinsamen Pub-Besuch klang der Tag und die zwei Wochen Belgien dann aus.  
Samstags brachte der gute alte Seat uns wieder ohne Probleme zurück nach Heidelberg!
Um noch zu Erklären, wer sich unter »unser Team« verbirgt:
Wir verbrachten die zwei Wochen in Belgien als Teil des Transit-Teams. Für sechs Monate reist dieses Team in einem Kleinbus durch Europa und besucht verschiedene OM-Büros. Diese organisieren verschiedene Einsätze für das Team und lassen sie Teil der OM-Arbeit im jeweiligen Land werden. Wenn du mehr über das Transit-Team 8, mit dem wir für zwei Wochen zusammengearbeitet haben, wissen willst, dann kannst du den Weg auf dem Blog verfolgen.

Dienstag, 17. Dezember 2013

Ahhh… Weihnachtsstress - oder eigentlich doch nicht?

Heute ist einer der seltenen Tage, an dem ich in der Bahn zum bloggen komme. Meine beiden Kollegen (mittlerweile sind wir drei Heidelberger bei OM) sind entweder im Urlaub oder eher gefahren, die Zeitung hat keine Neuigkeiten mehr, mein Buch habe ich gestern zu Ende gelesen und noch kein neues eingepackt und gerade habe ich auch keine aktuellen Rundbriefe, die ich lesen könnte, dabei. Also bleibt noch mit meinem Handy spielen oder eben bloggen.
Ich dachte immer, Weihnachten ist doch gar nicht stressig. Geschenke kaufen kann man nebenbei und Besuche planen macht doch Spaß. Doch dann kam das Berufsleben. Ich kann jetzt nicht mehr zwischen den Vorlesungen mal schnell in einem Geschäft was suchen gehen oder am Nachmittag entspannt über den Weihnachtsmarkt schlendern. Ja, so stressig hatte ich es als Student nun auch nicht immer! :)
Jetzt ist mir abends Geschenke shoppen zu viel. Zumal da auch noch die anderen normalen Berufstätigen sind, die nur Abends einkaufen können. Außerdem sind meine Abende dann auch noch mit Hauskreis, Gemeindeveranstaltungen, Freunden und natürlich meiner Anna voll gefüllt. Und tagsüber müssen dann auch noch bestimmte Projekte unbedingt vor Weihnachten fertig werden!

Ich drohte, dieses Jahr schon ganz im Weihnachtsstress zu versinken. Aber dann kam doch noch das Umdenken. Ganz so schlimm ist der vorweihnachtliche Stress nun auch wieder nicht. So langsam nehme ich das Ganze wieder lockerer. Freue mich über die Zeit mit Anna oder Freunden und umso mehr freue ich mich auf das Weihnachtsfest. Denn die Geburt Jesus zu feiern ist wahrlich die schönste Sache die uns passieren kann. Da relativieren sich auch jedweder Trubel, Terminstress oder sozialer Stress und auch Bahnverspätungen wegen kaputter Oberleitungen wieder!

Mittwoch, 27. November 2013

»Mein Hund den Blog-Eintrag gefressen« ... und andere Ausreden

Einige Zeit war hier wieder Sendepause. Leider! Ich versuche mich mal herauszureden und komische Entschuldigungen aufzuführen:

  •     Ich musste soooo viel arbeiten.
  •     Wir waren im Urlaub.
  •     Mein Drucker ist kaputt.
  •     Mein Hund hat den Blog-Eintrag gefressen.
  •     Ich hab mein Heft vergessen.
  •     Ich habe endlich Rundbrief Nummer 2 verfasst.

Immerhin sind sogar zwei Ausreden wahr, und eine davon wird in Zukunft auch noch im Blog zu sehen sein: Wir waren tatsächlich im Urlaub und verbrachten drei wunderschöne Woche in Namibia. Bilder und ein kurzer Bericht folgen (hoffentlich) bald.

Die zweite wahre Ausrede ist: »A&M bei OM 2« ist fertig. Wer ihn noch nicht hat, kann ihn sich natürlich wieder hier downloaden oder sich bei mir oder Anna beschweren.

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Das Bremser-Projekt

Das Bremser-Projekt (oder Federweißer oder Neuer Wein oder wie man sonst so außerhalb Frankens dazu sagt) ist eher ein kleines Experiment im heimischen Keller. Nachdem Anna und ich am Montag Nachmittag unseren Weinberg gelesen haben, starteten wir gleich vor Ort mit dem Keltern. Dabei genossen wir noch mal die warme Herbstsonne. Wir waren erst ein wenig enttäuscht, weil die Vögel doch schon einige unserer Trauben aufgefressen hatten und wir zunächst nicht so viel Saft im Fass hatten, wie wir uns erhofft hatten. Auch hatten und haben wir nicht ganz so die Ressourcen wie aus Wiesenbronn gewohnt. Auch das Know-How von Opa und Patenonkel war nur per Telefon vorhanden. Dennoch war das ganze eine lustige Aktion! 

Heidelberger  Weinlese 2013




Einen Stock mit leckeren Tafeltrauben gibt es auch.


Trauben »knetschen«
Mini-Kelter im Karten

































Am Abend packten wir dann den Rest in unser Auto und setzten schließlich das Keltern im Keller fort. Langsam aber sicher füllte sich dann doch das Fässchen. Nachdem wir alles gepresst hatten starteten wir mit der Hefezugabe. Ich befolgte alle Schritte, die ich mir noch mal am Telefon erfragt hatte und als alles meiner Ansicht nach ok war, rührte ich die Hefe ins Fass. Dann noch Gärverschluss drauf und jetzt heißt es warten. Und jeden Abend mal schauen, wie es vorwärts geht …

Keltern im Keller
Es gärt!!!

















»Jeder Top-Winzer hat mal mit 20 Litern angefangen, jetzt bauen sie 200.000 Liter aus!« Mit diesen Worten verabschiedete mich mein Patenonkel am Telefon. Das stimmt mich optimistisch für die Zukunft! :)  

Montag, 7. Oktober 2013

Goldener Oktober

Wochenenddienst geschafft. Ohne irgendwelche richtigen Notfälle oder Anfragen, von denen ich keine Ahnung habe. Außer dem vielen Spülen war es gar nicht so anstrengend. Jetzt freue ich mich auf Heidelberg und natürlich riesig auf meine Anna! Gerade fahre ich wieder im Zug nach Heidelberg zurück. Das ist immer wieder eine Reise. Zwar zeigt sich das Neckartal im Herbstnebel von einer geheimnisvollen aber doch irgendwie schönen Seite, doch irgendwann verliert auch die schönste Strecke ihren Reiz.
Mitte dieser Woche soll der zweite Bauabschnitt der Streckenerneuerung abgeschlossen werden. Der dritte und letzte Bauabschnitt ist nur noch mit zwei Wochen geplant. Dann hat der Schienenersatzverkehr endlich ein Ende. Und die pünktliche Fertigstellung von Bauabschnitt eins stimmt mich zuversichtlich. So langsam ist das Pendeln doch echt stressig. Aus der S-Bahn raus, auf den Bus warten, aus dem Bus steigen, zur nächsten S-Bahn rennen und dann endlich ankommen. Da ist es schon um einiges stressfreier, sich einfach in die Bahn setzten und am Zielort wieder aussteigen. Zumal ich dann auch weniger Zeit auf der Straße und dann mehr auf den Schienen verbringen werde!

Jetzt werde ich aber zunächst mit der Anna unser verspätetes Wochenende genießen! Wir haben auch schon Pläne. Wir werden unseren kleinen Weinberg in unserem Gemeinschaftsgarten ernten und ein Federweißer-Experiment starten. Bin schon mal gespannt wie das läuft. Mein Opa und mein Patenonkel werden uns per Telefon beratend zur Seite stehen … Falls das Ergebnis trinkbar wird, seid ihr alle herzlich zu einem Glas (oder auch zwei) eingeladen. :) Die Fortschritte könnt ihr dann auch hier verfolgen. 

Samstag, 5. Oktober 2013

Wochenenddienst!

Gerade sitze ich in Mosbach in der Deetken-Mühle auf meinem Bett. Wie, Samstag Abend um diese Uhrzeit? Lassen die dich denn nicht mehr nach Hause? Doch, wer aufmerksam die Überschrift gelesen hat, weiß was los ist. Ich habe dieses Wochenende Bereitschaftsdienst. Und da ich dafür innerhalb von 10 bis 15 Minuten in der Mühle sein sollte, was aus Heidelberg ein bisschen schwierig wäre, bin ich hier vorübergehend eingezogen. Leider ohne Anna. Die muss auch arbeiten, aber halt in der Kinderklinik in Heidelberg. Aber dafür haben wir dann beide Montag und Dienstag frei, wenn alles klappt! :)
Der Wochenenddienst sollte von jeden OM-Mitarbeiter ein bis zweimal im Jahr übernommen werden. Dazu gehört dann an den Wochenenden als Ansprechpartner für die Gäste zu fungieren. Eventuelle Anreisende zu Empfangen und alle aufkommenden Wünsche so schnell wir möglich zu erfüllen! :) Außerdem habe ich das Küchenteam beim Spülen unterstützt. Wenn dann noch Zeit ist, arbeite ich normal an meinen Aufgaben im Büro weiter. Aber die wichtigste Sache ist das Beantworten des Notfallhandys. Das muss ich immer griffbereit haben, falls mal wirklich einem der vielen Missionare weltweit etwas passiert. Aber zum Glück sind nicht alle Anrufe wirklich solche Notfälle. Auch die Gäste können mich bei kleineren Notfällen darauf erreichen, falls sie sich mal mitten in der Nacht ausgesperrt haben oder ihr Mineralwasser alle ist ... Ansonsten bin ich am Wochenende auch für den Bücherverkauf zuständig. 
Womit ich schon bei meinem nächsten Thema wäre. Eine meiner neuen Aufgaben hier ist, für bestimmte Seminare und Veranstaltungen den Büchertisch zu organisieren. Also schaue ich die aktuellen Bucherscheinungen durch und kann ganz viele tolle Bücher bestellen. Auch wenn ich sie dann nicht alle lesen werde ;)
Lesen macht mir einfach Spaß, darum freue ich mich auch, wenn ich Texte aller Art zum Korrekturlesen bekomme. Was auch einer meiner Aufgabenbereiche ist. Gerade hatte ich ein Gebetsheft mit dem Thema "Menschenhandel" auf meinem Schreibtisch. Für 12 Wochen werden darin Gebetsanliegen aus aller Welt vorgestellt. Die darin beschriebenen Schicksale gingen mir doch ganz schön nahe, sodass ich das Heft nicht auf einmal durchlesen konnte. Aber bei diesem Thema ist so viel Leid in dieser Welt, dass wir Gott wirklich um sein eingreifen bitten müssen. Wir sollten jedoch nicht nur beim Gebet stehen bleiben, sondern können auch selber aktiv werden, indem wir uns über dieses Thema informieren, etwas dagegen tun oder andere, die etwas dagegen unternehmen, unterstützen. Weitere Infos zu dem Thema gibt es auch bei dem Projekt  »Freedom Climb«  von OM. Dieses setzt sich im Besonderen für Frauen ein, die Opfer von Menschenhandel wurden.

Mittwoch, 14. August 2013

Wird das langsam normal?

Ob man nach einer Woche schon von Normalität sprechen kann, ist fraglich. Aber früher oder später wird alles Neue alltäglich und normal. Aber bevor es soweit ist, ist das Neue noch anders, aufregend, auch ein wenig spannend und man sollte es noch genießen! 
Nachdem ich von TeenStreet zurückgekommen war, hatte ich letzte Woche noch drei Tage zum Ausruhen. Diese waren auch nötig. Es war angenehm mal nicht 4000 Menschen, aber dafür Anna um mich zu haben und es war auch mal gut nichts schreiben zu müssen. Darum war auch im Blog hier nichts los.
Letzten Donnerstag war dann mein Start im Büro von OM. Mit vielen Gedanken im Kopf bin ich früh morgens nach Mosbach gefahren. Wie wird es wohl werden? Wie werde ich aufgenommen? Komme ich gut in die neue Arbeit hinein? Ich wurde sehr herzlich willkommen geheißen, wie man auch auf dem Bild sehen kann!

Willkommens-Schild an meiner Bürotür
Praktischerweise beginnt jeder Donnerstag mit einem Gebetsmorgen. In dieser Zeit betet das Team von OM Deutschland für verschiedene Anliegen der Weltmission. Nach diesem geistlichen Einstieg in ging die Arbeit dann los. Mein Kopf wurde aber im Tagesverlauf nicht leerer. Zwar hatte ich nicht mehr so viele Fragen, dafür bekam ich eine geballte Ladung von Infos ab. Die zwar auch wieder Fragen produzierten, da diese aber oft schnell beantwortet wurden, resultierten daraus nur noch mehr Infos die ich mir merken wollte.
Mittlerweile bestehen die Tage nicht mehr nur daraus, Informationen zu bekommen. Ich bin schon dabei erste Dinge für die nächste Ausgabe der »Global« zu erledigen, habe mich etwas in die Website-Struktur von www.de.om.org eingearbeitet und erste Beiträge dafür verfasst! Es wird also langsam alles etwas normaler. Auch wenn ich noch alleine im Büro bin und es auch in den anderen Büros aufgrund der Urlaubszeit ziemlich ruhig ist.
Ob es für mich mal normal wird, früh morgens aufzustehen um nach Mosbach zu fahren? Wahrscheinlich. Aber ob ich mich an das frühe Aufstehen jemals gewöhnen werde?

Freitag, 26. Juli 2013

Jetzt geht's los!

Heute fahre ich nach Offenburg. Dort beginnt morgen Teenstreet. Und damit meine Zeit bei OM! Krass. Ich bin schon ein wenig aufgeregt und gespannt aber auch voller Vorfreude! Endlich geht es los!
Was genau heute passiert weiß ich auch noch nicht so genau. Wahrscheinlich die letzten Dinge aufbauen, mein Team persönlich kennenlernen und einige Sachen besprechen. Meine weitere Arbeit auf Teenstreet könnt ihr dann hier einfach mitverfolgen.

Montag, 15. Juli 2013

Ein Schritt nach vorne

Gestern haben wir einen weiteren Schritt näher zu unserem Dienst gemacht. So langsam steigt die Spannung und vor allem die Vorfreude. In weniger als zwei Wochen geht es endlich los! :-)
Zunächst wurden wir im Vormittags Gottesdienst unserer Gemeinde, der Calvary Chapel Heidelberg ausgesandt. Nachdem ich kurz meinen Dienst und mein Anliegen mitgeteilt hatte, segnete unser Pastor uns dafür. Es war einfach noch mal so ermutigend zu sehen, zu hören und zu fühlen, dass die Gemeinde hinter uns steht und auch unsere Berufung so sieht wie wir. Am Ende des Gottesdiensts hatten wir zudem noch einige aufbauende Gespräche. Toll war auch, dass Tobias, der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit von OM, sich auf den Weg nach Heidelberg gemacht hatte.
Aussendungsgebet

Am Nachmittag musste Anna leider wieder im Spätdienst arbeiten, darum konnte sie leider nicht beim eingrillen unseres Grills auf der Neckarwiese dabei sein. Dafür waren andere tolle Menschen, darunter einige unserer »Spießer-Freunde«, dabei und wir hatten nen chilligen Nachmittag mit leckerem Essen.
Der Aufbau ist geschafft, jetzt müssen nur noch die Kohlen glühen!

Fleisch!!! Lecker! :)

Donnerstag, 27. Juni 2013

OM Freundestreffen, Vorstellung und Segnung und so

Am Wochenende geht es los! Unser erster offizieller OM-Termin! :-) Das Freundestreffen steht an. Und soweit ich Bescheid weiß, sind noch alle herzlich zum kommen eingeladen! Das tolle daran ist, dass Anna eigentlich an diesem Wochenende »Nachtdienst« im Dienstplan stehen hatte. Und diesen eher kurzfristig zu tauschen ist mit den folgenden freien Tagen nahezu unmöglich. Aber Gott hat es möglich gemacht, dass Anna nun Frühdienst hat und somit zumindest am Samstag den halben Nachmittag und den ganzen Abend dabei sein kann. Eine tolle Gebetserhörung! Am Samstagabend werden alle neuen OMer vorgestellt und es wird für sie gebetet. Wer Samstag Abend nicht kann, hat vormittags am Sonntag noch einmal die Chance alle im Gottesdienst vorgestellt zu bekommen. Weitere Infos hier, oder im Video!



Montag, 27. Mai 2013

Wenn ich groß bin...

...werde ich Missionar! Ehrlicherweise habe ich das nie gedacht und mich dafür auch als völlig ungeeignet angesehen. Ich war froh, dass da Gott immer andere berufen hat und die das anscheinend auch gerne gemacht haben. Nun war ich ja aber nach meinem Studium auf der Suche nach einer Aufgabe... .Und da erreichte mich Gottes Ruf. Ab Sommer werde ich also Missionar. Offiziell. Eigentlich bin ich das schon seit meiner kürzlich erfolgten Entscheidung für diese Aufgabe, denn es gibt noch so einige Dinge die ich bis zum offiziellen Start am 01.08. erledigen muss. Immer wieder kann ich auch nichts anderes als staunen darüber, dass Gott mich gebrauchen will und das steigerte mein Freude auf alles was kommt!
Wer jetzt bei dem Wort »Missionar« an den einsamen weißen Mann im Dschungel bei einem Stamm Eingeborener denkt, den muss ich leider enttäuschen. Ich werde Missionar in Deutschland! Aber hier brauchen wir doch keine Missionare. Falsch! Auch hier haben viele Menschen noch nichts von der Guten Nachricht und der Liebe Gottes zu uns gehört. Aber ich werde nicht direkt Missionseinsätze in Deutschland starten. Meine Aufgabe ist eine andere:
Ich werde für die nächsten zwei Jahre das Team der Öffentlichkeitsarbeit von OM-Deutschland verstärken. Die Öffentlichkeitsarbeit ist heutzutage in unserer von den Medien bestimmten Gesellschaft sehr wichtig und auch immer vielfältiger und komplexer geworden. Wie soll sich ein Missionar in Brasilien, in der arabischen Welt oder in Indien auch noch um diese Dinge adäquat kümmern? Meine Aufgabe sehe ich darin andere Missionare in der aktiven Missionsarbeit zu unterstützen, indem ich ihnen hier in Deutschland eine Plattform gebe. Durch aktuelle Berichte in der »Global«, der Zeitschrift  von OM, einer ansprechend gestalteten Homepage oder einer stets aktuellen Facebook-Seite können ihre Arbeit und ihre Anliegen den Christen und Gemeinden hier präsentiert werden. So können auf einer einfachen Art und Weise Informationen an viele Menschen hier in Deutschland gelangen und sie können die Arbeit der Missionare in der benötigten Form unterstützen. Weitere Aufgaben werden das Lektorieren von Büchern und die Präsentation von OM bei verschiedenen Gemeinden sein.
Ich freue mich sehr, dass mein Frau Anna mich in diesem Schritt unterstützt und wir diesen gemeinsam gehen werden. Viele Sachen müssen erst noch eine konkrete Form annehmen, aber dieser Blog wird alle unsere Freunde und Bekannte auf dem Laufenden halten. Wir freuen uns über Nachfragen aber noch mehr freuen wir uns über Gebet von euch! Denn ohne Gottes Hilfe wird es schwer bis unmöglich!
   

Mittwoch, 5. September 2012

Put your hands up, but without your smartphone!

Am Samstag Abend stand mal wieder ein Konzertbesuch an. Nachdem ich schon unzählige Clubshows und kleinere Konzerte von mehr oder weniger bekannteren Bands erlebt hatte, war, nach Milow im Schwetzinger Schlossgarten im Sommer 2011, ein weiteres Open-Air an der Reihe. Mit einigen Kolleginnen von Anna machten wir uns auf dem Weg nach Rastatt. Dort, wo eigentlich Autos gebaut werden, im Mercedes-Benz-Werk, fand die "A-Rock-Night" statt. Anlass war das 20-jährige Werksjubiläum und die Produktion der neuen A-Klasse. Im Gegensatz zur alten Version, macht die neue A-Klasse auch durchaus optisch etwas her. So waren also 18.000 Menschen versammelt um die Auftritte von Sean Paul, Rea und Sunrise Avenue zu sehen. Für mich bis jetzt das größte Konzert, zumindest was die Menschenmenge angeht!

Den Beginn machte der Dancehall-Held meiner Jugend: Sean Paul! Sein zweites Album "Dutty Rock" aus dem Jahr 2002 begleitete mich doch bei einigen Geburtstagsfeiern und anderen Partys meiner Jugend. Darum hab ich mich schon auf ihn gefreut, auch wenn ich nicht mehr wirklich up-to-date bin, was seine aktuelle Musik angeht. Nun ja, als erstes betraten seine vier klischeehaften Tänzerinnen die Bühne. Ihre knappen Hot Pants ließen mehr von ihrem Arsch sehen als sie davon bedeckten. Ihre Performance beschränkte sich auch meist darauf in verschiedenfarbigen Hot Pants mitzuwackeln.
Der gute Sean spielte dann auch vieler seiner alten Hits, die ich noch kannte und mitsingen konnte. Doch leider teilweise besser als er! Darum waren die alten Hits irgendwie immer nur so kurz angespielt. Naja, den Text seiner aktuellen Hits konnte er - ich aber nicht mehr!

Rea bot eine sehr ordentliche Leistung auf der Bühne. Der gute Mann kann einfach singen. So wirklich eine Show bot er nicht, darum machte es auch nichts aus eine halbe Stunde des Konzerts am Bierstand zu verbringen um endlich an Nachschub zu kommen. Gehört hab ich von dort auch alles und das meiste auch gesehen, nur die Stimmung war in der Schlange irgendwie angespannter, durstiger und genervter. Bewundernswert waren auch die Wimpern der Background Sängerin. Bei soviel Zeugs, wie die sich da drauf geklebt hatte, fragte ich mich schon, wie sie die Augen noch offen halten konnte. Komisch war auch, als die Leinwand plötzlich nur noch Schwarz/Weiß Bilder von der Bühne zeigte. Vielleicht war sie es bei Rea auch von Anfang an. Aber für mich war dieser Versuch, künstlerischer zu wirken, irgendwie sinnlos.

Als Headliner des Abends betraten Sunrise Avenue die Bühne. Musikalisch echt eine klasse Live-Band. Auch Sänger Samu hat eine coole Stimme die live einfach noch besser ist, als die glatt gebügelten Studioaufnahmen. Ein bisschen irritiert hat mich zunächst, dass die ersten beiden Lieder mit Zeilen aus bekannten Liedern zu Ende gingen. Einmal  wurden die Beastie Boys und einmal die Scorpions zitiert. Aber das war dann zum Glück schnell wieder vorbei. Ziemlich cool war der Mittelteil von Gitarrist und Keyboarder. Im Stil von 4 Chords 40 Songs spielten sie ein paar Lieder die in der grandiosen "Bohemian Rhapsody" endeten. Da stieg auch Samu wieder ein, doch bis zu Freddie fehlt dann auch ihm noch so einiges.

Und auf einmal war Ende. Die hörten einfach auf zu spielen und die Zuschauer hörten auch auf zu applaudieren. Keine ZUGABE! Das habe ich bis auch noch nicht erlebt. Aber an diesen Abend durfte ich  noch so manches neues kennen lernen. Zum Beispiel kannte ich doch mehr Lieder, als ich dachte von den Bands zu kennen. Auch weiß ich jetzt, wie ich meinen Freunden suggerieren kann, ich wäre vorne an der Bühne gewesen. Ich hätte einfach die Leinwand abfotografieren müssen! Alternativ hätte ich sie auch filmen können! :)

Was für mich aber am eindrücklichsten war, dass eigentlich keiner der Künstler wirklich "Put your hands up" hätte sagen brauchen. Vor mir war nämlich dauerhaft ein Meer an Smartphones und Digitalkameras in der Luft. Vielleicht wäre etwas wie "Put your hands up, but without your smartphone!" sinnvoller gewesen. Darum gibt es von mir auch keine Bilder. Bessere gibts dafür hier: A Rock Night.

Samstag, 25. Februar 2012

Und wo ist jetzt die Woche? - Probleme der Flexibilität

Wird mal wieder Zeit, dass hier etwas passiert. Darum hab ich als erstes das weihnachtliche Hintergrundbild entfernt und durch ein Standard-Bild von Google ersetzt. Irgendwie gefallen mir diese Bohnen in kaffeebraun. Auch wenn ich mich an das Design noch ein wenig gewöhnen muss, bin ich ziemlich zufrieden. Falls ich mich nicht daran gewöhnen kann, ändere ich es halt wieder. Des Flexibilität heutzutage ist schon ziemlich toll! Auch im Alltag kann sie ziemlich schön sein, vor allem als Student. Das muss ich jetzt noch ein bisschen ausnutzen. Denn, wenn alles klappt ist mein Studium dieses Jahr vorbei. Darum wollte ich meine freie Zeit nutzen um mich auf Abschlussprüfungen und Master-Arbeit und so vorzubereiten. Ein bisschen wenigstens. Aber Samstags kommt mir nun die Frage: "Wo ist die Woche?" Die ging schon wieder viel zu schnell vorbei. Grund dafür ist sicherlich die Flexibilität. Ach, dieses Wort gefällt mir, ich werde es gleich noch einmal benutzten. Flexibilität! Zum Glück hab ich in meinem Blog keine Zeichenbegrenzung oder sowas. Sondern kann flexibel soviel schreiben wie ich will! Yeah! Und wenn es dann keiner mehr liest, da bin ich so flexibel und lass es mir egal sein. :)
Ok, zurück zum Thema. Durch die wunderbare Flexibilität meinerseits und meiner Freunde konnte ich viele schöne Stunden mit diesen verbringen. Ja, ich bin wohl langsam so richtig hier angekommen und freue mich so viele tolle und wertvolle Menschen kennen zu dürfen. Da wird man schon mal spontan zum Mittagessen eingeladen, kann die ersten Frühlingssonnenstrahlen auf dem Balkon genießen, über Gott, die Welt und Lotusgeburten reden oder auch zusammen einen tollen Gebetsabend machen. Daneben kann ich, dank meiner Flexibilität, auch noch viel Zeit mit meiner wunderbaren Frau verbringen und sie mit Kuchen und leckeren Gerichten verwöhnen. 
Das Einzige, was unter der Flexibilität ein wenig gelitten hat, ist das Studium. Nun ja, es kommen wieder andere  Zeiten. Flexibilität sollte also immer mit einer Prioritätenliste genossen werden. Diese kann, je nach Bedarf aber auch flexibel gehandhabt oder geändert werden. So lange man sich solch eine Flexibilität leisten kann, sollte man dies tun. 
Dabei will aber nicht vergessen, dankbar zu sein! 

Donnerstag, 12. Januar 2012

Berlin, Berlin! Wir waren in Berlin!

Wer gedacht hatte, ich würde nun erst einmal ruhig zu Hause in Heidelberg sitzen, hat sich geirrt. Das erste lange Wochenende des Jahres haben wir genutzt um die Bundeshauptstadt zu besichtigen. Zusammen mit unseren Freunden, den Tjombes sind Anna und ich mit unserem Seat den ganzen weiten Weg nach Berlin gefahren. Zug- oder Flugtickets waren zu teuer, aber so hatten wir auf der Hinfahrt schon unser erstes Highlight. Und das war so gar so gut berechnet, dass der Kilometerstand just in dem Moment erreicht wurde, als wir sowieso eine Pause einlegten!

Am Abend kamen wir müde aber glücklich bei unserem Hostel in Berlin an. Trotz der zentralen Lage unserer Unterkunft haben wir gut dorthin gefunden und sind nur einmal falsch abgebogen und wurden nur einmal angehupt! Bis auf die Erkundung unseres Blockes, der leider keinen Dönerstand besaß (zumindest bogen wir immer so ab, das wir an keinem vorbei kamen), machten wir dann nichts mehr.
Freitag Vormittag stand dann eine Trabbi-Safari auf dem Programm. Trabbi fahren, mit original "Autos", original Lärm und Gestank und vielen Touris die Originalfotos von uns machten. War lustig und man hat eigentlich schon alles mal gesehen, was man sehen sollte, wenn man in Berlin ist!
Am Nachmittag flanierten wir dann auf dem Ku'damm, waren shoppen und besuchten das Museum "Story of Berlin" mit dazugehörigem Atomschutzbunker. Am Abend standen dann Cocktails mit Freunden auf dem Programm.
Der Fahrerraum bietet viel Platz und Komfort!
Rotes Rathaus vom Trabbi aus

Im Berliner Salon vor der 1848er Revoluttion
Die goldnen 20er
Der Samstag begann langsam, da wir erst einmal ausgeschlafen haben. Danach starteten wir neu durch mit der Besichtigung vom Alex und dem Fernsehturm. Natürlich mussten wir auch hier einen Bubble Tea probieren. (Tatsächlich ist dieses Großstadtgetränk nun auch im beschaulichen HD zu haben!) Danach waren wir wieder mal shoppen. In Berlin kann man eigentlich immer und überall shoppen. Naja, lag vielleicht auch an meiner shoppingbegeisterten Begleitung. Natürlich durfte auch ein Besuch in der bunten Ritter Sport Schokowelt nicht fehlen. Den Abend ließen wir dann aber mit dem Roten Rathaus, dem beleuchteten Brandenburger Tor, dem Reichstag und schließlich mit dem Holocaust-Mahnmal ausklingen.
Bubble Tea mit Flo und Jenny
Schokolaaaaaaade! Überall!




Der Sonntag war sozusagen unser Kulturtag. Den grauen Morgen machten die letzten Mauerstücke der Eastside-Gallery bunter. Der Nachmittag war für das jüdische Museum reserviert. Wir hätten uns auch den ganzen Tag Zeit nehmen können und wären doch nicht fertig geworden... Lohnt sich auf jeden Fall dieses Museum bei einem Besuch der Bundeshauptstadt mit einzuplanen. Abends schauten wir bei den Wullf's vorbei, war ja vielleicht die letzte Gelegenheit für uns. Da unser Hostel nur einen Katzensprung vom Checkpoint Charlie entfernt war, gingen wir dort auch noch auf einen Sprung in den Osten vorbei.

Mit dem Trabbi durch die Wand
Bruderkuss
Und weg ist er!
Lasst mich raus!!
Der Montag war ein ausklingender Heimfahrt Tag. Dennoch schlenderten wir am Vormittag noch über die Museumsinsel und durch die Hack'schen Höfe. Dann wappneten wir uns mit neuen Schuhen und einer Packung Dunking Donuts für die Heimfahrt.


Sonntag, 1. Januar 2012

Feedback... und gesegnetes 2012!

So, nun ist alles geschafft! Mein Auslandssemester in der Schweiz, die Weihnachtsfeierei und Silvester! Ich bin wieder wohlbehalten im schönen Heidelberg und kann diesen Post verfassen, während ich auf meinem tollen neuen Schreibtischstuhl sitze! :) Aber der Reihe nach. Wie versprochen ein kurzes Feedback zu meinem Aufenthalt in Luzern. Das Feedback wird, wie vielleicht erwartet, nicht eindeutig ausfallen. Positiv sind eindeutig die Stadt, der See, die Aussicht auf die Berge, die WG und teils die Uni zu bewerten. Bilder, die das belegen habe ich ja schon gepostet, wer mehr sehen will kann gerne vorbeikommen, der bekommt dann einen privaten "Diavortrag" :) An der Uni war gut, dass einfach alles unter einem Dach war, und ich so einfach Einblicke in die Soziologie, Kulturwissenschaft und die Religionswissenschaften bekommen konnte, indem ich einfach Seminare und Vorlesungen besuchen konnte ohne durch die ganze Stadt zu fahren. Nicht so gut an der Uni war, dass das Niveau ab und an nicht ganz an das von Heidelberg heran reichte. Doch das Heidelberger Niveau ist auch einfach schon eine hohe Messlatte. Wenn ich schon beim Negativen bin, muss hier noch einmal erwähnt werden, dass ich in der Zeit meine Anna schon sehr vermisst habe und das halt sehr blöd war. Darum muss ich hier doch große Abstriche am Gefallen des Auslandssemester machen. Aber jetzt haben wir es geschafft!
Womit ich schon mitten in meinem nächsten Thema bin. Anna hat mich in Luzern abgeholt und dann sind wir zu ihrer Familie in den Schwarzwald gefahren und ich hatte weiße Weihnachten!! Yeah! :)

Nach einem schönen Zwischenstopp im schönen Wiesenbronn bei meiner Familie sind wir dann mit einem sehr voll geladenem Auto wieder in Heidelberg angekommen. Ich mag unsere Wohnung und freue mich sehr wieder dort zu sein!
Und um das Ganze hier abzuschließen: Ein gutes neues Jahr und viel Segen für alle eure Pläne! Ich freue mich, dass ein neues Jahr beginnt, in dem ich wieder in Heidelberg sein kann! Vielleicht bringt dieses Jahr auch den Abschluss meines Studiums. Wer weiß. Geplant ist es zumindest irgendwie. Aber 2012 bringt schon mal viele Hochzeiten! Auch von Leuten die ich sehr mag! Das ist toll, ich freue mich jetzt schon mit euch zu feiern! :)

Dienstag, 6. Dezember 2011

Ein Weihnachtsmarkt-Wochenende

Am zweiten Adventswochenende hat mich meine Anna hier in der Schweiz besucht und wir haben zu zweit zwei verschieden Weihnachtsmärkte unsicher gemacht. Am Samstag war unser Plan, nach Bern zu fahren. Den haben wir dann auch umgesetzt und sind losgefahren. Schon auf dem Hinweg haben wir das weiße und tolle Alpenpanorama bewundert! Als wir dann in der Stadt waren fiel mir auf, dass ich meinen Fotoapparat vergessen hatte. Darum gibt es keine Bilder von Bern hier. Aber die Stadt ist toll. Das müsst ihr mir jetzt nach meiner Beschreibung einfach glauben, oder selber hinfahren! Ein echt schöne Altstadt, die malerisch in einem Bogen der Aare gelegen ist. Dazu der Berner Bärengraben. Toll! Auch das Bundeshaus macht echt was her. Als es dann so langsam dunkel wurde, sind wir noch eine Runde über den dortigen Weihnachtsmarkt geschlendert. Im Vergleich zu den deutschen Märkten, die ich kenne, war er doch eher klein. Und was mich ein wenig verwundert hat war, dass es nur einen Verpflegungsstand mit Glühwein gab.
Am Sonntag war dann der Lozärner Wiehnachtsmärt angesagt. Auch dieser ist nicht viel größer als der Berner Weihnachtsmarkt, aber dafür gibt es hier mehrere Stände mit leckerem Glühwein und leckerem Essen. Und diesmal hatte ich auch an die Kamera gedacht. Darum gibt es hier ein Paar, traumhafte (wie ich finde) Bilder von Luzern, der Weihnachtsdeko und uns!



Freitag, 21. Oktober 2011

Bella Italia oder das verrückte Mailänder Labyrinth

Genau, wir waren ein verlängertes Wochenende in Genua. Oder zumindest in der Nähe. Genauer gesagt in Ceriale. Das liegt an der Küste genau zwischen Genua und Frankreich. Am Freitag fuhren wir ziemlich früh am Morgen schon los, da wir noch etwas vom Tag haben wollten. Den verbrachten wir dann größtenteils in Mailand. Wir fuhren einfach mal in die Stadt, parkten irgendwo in einem, wohl privaten Parkhaus, als wir dachten langsam in Zentrumsnähe zu sein. Dann versuchten wir uns mit Hilfe einer ausgedruckten GoogleMaps Stadtkarte zu orientieren und waren dann nach ca. 20 min. in Downtown Mailand. Dort schauten wir dann erst das Castello Sforzesco an und dann natürlich noch den Mailänder Dom. Ist schon ein imposantes Bauwerk.

Nach ner leckeren Pizza und ein wenig bummeln fuhren wir dann zum Campingplatz, auf dem wir ein kleines Bungalow gemietet hatten. Da dort fast nichts los war, haben wir zum gleichen Preis ein Mobilehome bekommen. Da hatten wir ein wenig mehr Platz und genossen die Sonne und die freie Zeit zusammen. Samstag war dann Pool und Meer angesagt. Wassertemperatur war ok, aber der Wind war doch ziemlich kalt. Am Sonntag feierten wir unseren ersten Hochzeitstag! War zwar der Standesamttag und wir hatten letztes Jahr abgemacht immer den Tag der kirchlichen Trauung zu feiern, aber da wussten wir noch net, dass wir an diesem Tag leider nicht zusammen feiern können. Darum haben wir das Feiern einfach vorgezogen. Tagsüber haben wir noch eine krasse Tropfsteinhöhle angeschaut und Abends sind wir dann lecker Essen gegangen und haben den Abend bei einem Gläschen Hochzeitswein am Strand ausklingen lassen.


                           Nach dem Baden...                                                                                ...ein groooooßes leckeres Eis!

Für Montag war unser Plan über Genua zu fahren. Genua war für uns schon eine typische südländische Stadt. Viele enge Gassen, aber mit wundervollen Bauwerken dazwischen. Einige der Palazzi sind sehr sehenswert und mit ihrer verschwenderischen Größe ein Kontrapunkt zu den engen Gassen. Gegen Abend machten wir uns dann auf den Heimweg. Den hatten wir nur nicht so gut vorbereitet. Wir dachten auf den Autobahnschildern steht schon alles drauf, wo wir hin wollen. Aber irgendwie war das nicht so und auf einmal standen wir direkt auf der Spur "Milano centro"! Tja, umdrehen war in der Rushhour auf der mehrspurigen Straße auch nicht einfach drin... Also dachten wir uns, wir fahren einfach mal quer durch Mailand. Irgendwann kommen bestimmt wieder Schilder mit der richtigen Autobahn, die Nummer hatten wir inzwischen per Handy rausgefunden. Da es aber mittlerweile dunkel war und die Beschilderung in Mailand jetzt nicht mit grellen Reklameschildern vergleichbar ist, irrten wir eine ganze Stunde durch die Stadt. Auch durch Kopfsteinplasterstraßen und zwischen lauter Rollern hindurch, die scheinbar überall fuhren. Dann hatte ich doch endlich eine viel versprechende Straße gefunden, die sich aber nach ca. 1 km als Taxi- und Busspur erwies. Zumindest die Richtung die wir befuhren. Also hab ich im "Italian style" mitten im Verkehr über die durchgezogene Linie gewendet. Als wir dann doch langsam am verzweifeln waren entdeckten wir Gott sei Dank(!) ein Autobahnschildchen. Und es war sogar die richtige Nummer dahinter! Von dann an war die Beschilderung relativ gut, im Vergleich zu davor, und so entkamen wir schließlich dem Mailänder Labyrinth und erreichten spät am Abend sicher wieder Luzern.
Die restlichen Tage mit meiner Anna waren wieder eher von der Uni geprägt, aber am Mittwoch konnten wir unseren letzten Abend noch mit einem Besuch im Luzerner Theater ausklingen lassen. Dort haben wir Dank der "Last Minute-Aktion" für 15 Franken "West Side Story" anschauen können. War echt ziemlich cool und das erste Musical, dass ich so live gesehen habe. Dann musste die Anna leider wieder nach Heidelberg zurück und die bisher aufregendsten und schönsten zwei Wochen hier waren zu Ende.

Montag, 17. Oktober 2011

Zürich, Bürgenstock und so

Um einfach mal weiter zu erzählen und einen nahezu nahtlosen Übergang zu meinem letzten Eintrag zu erreichen, lasse ich einfach mal komische Songtitel, die meine Stimmung beschreiben, weg und steige voll ins Thema ein: Annas Besuch und unsere Touri-Touren. Nachdem wir den Pilatus bezwungen hatten, beschlossen wir am nächsten Tag nach Zürich zu fahren und zunächst am Morgen in den Gottesdienst der ICF zu gehen. Immerhin gibt es da tollen Worship und viele Leute, wie ich gehört hatte. Darum wollte ich mal hin, Anna war schon mal dort gewesen. Wir beschlossen, um etwas zu verstehen, den Gottesdienst der unter Hochdeutsch angekündigt war, zu besuchen. Das war leider der früheste und darum war die Halle nur halb gefüllt. Auch die Band spielte "nur" unplugged, was uns aber nichts ausmachte. Denn die waren echt sehr gut. Ein wenig irritierend war die Tatsache, dass nur Lieder mit schweizerdeutschen Texten gespielt wurden. Da dachten wir schon im falschen Gottesdienst gelandet zu sein, aber die Predigt konnte dann von uns einwandfrei verstanden werden, sowohl wörtlich als auch in ihrem Sinn. Danach spazierten wir in die Stadt. Weil wir unser Auto einfach in der Nähe der ICF stehen ließen, dauerte es ein wenig länger, bis wir das Zentrum erreichten. Aber das war die beste Muskelkaterprophylaxe nach unsere Wandertour am Tag zuvor. Außerdem kam in der Zeit dann die Sonne raus und wir schauten uns bei herrlichstem Wetter die Stadt an.

Dann startete wieder die Woche, und damit auch die Uni, die ich brav ab und an besucht habe. Aber dennoch hatten wir uns noch zwei Touri-Ziele überlegt. Da kam es passend, dass just an diesem Mittwoch ein Seminar von mir leider ausfallen musste. Wir nutzten die Zeit und besuchten an diesem Nachmittag/Abend den Bürgenstock. Ich dachte zuerst der Berg (1128m, also eher ein Hügel für Schweizer Verhältnisse) heißt Birkenstock, wie die allseits beliebten Sandalen-Marke in Deutschland. Ich ließ mich dann eines Besseren belehren und erfuhr, dass vor allem ein Sonnenuntergang dort sehr romantisch und reizvoll sein soll. Praktischerweise gibt es bei 870 m einen Hotelkomplex mit Parkplatz, darum mussten wir diesmal nicht allzu viele Höhenmeter bezwingen. Die ehemaligen Grand-Hotels dort oben stehen leer, doch vor kurzem wurde das ganze Gelände gekauft und es wird dort eine riesige Ressort-Hotelanlage mit allem Schnick-Schnack entstehen. Darum wurde dort auch fleißig gebaut. Im Wald gelangten wir dann über Stock und Stein-Wanderwege nach oben. Wer nicht mehr ganz so gut zu Fuß ist, kann auch mit einem Aufzug an der Steilwand des Berges nach oben fahren. Die Steilwand ragt direkt aus dem Vierwaldstätter See gegenüber von Luzern auf. Auf den Aufzug sind sie dort auch ziemlich stolz, da es den jetzt auch schon über 100 Jahre gibt und er der höchste Außenlift Europas ist. Und ganz viele tolle berühmte Leute sind da schon mitgefahren. Zum Beispiel Sean Connery, der in der Nähe 007-Goldfinger gedreht hat. Oder auch Audrey Hepburn war dort, wie auch Jimmy Carter und Henry Kissinger. Und jetzt auch wir! :) Wir genossen die Aussicht über den See und die Zentralschweiz. Auch wenn Wolken da waren, haben wir noch ein bisschen was vom Sonnenuntergang mitbekommen. Der Rückweg führte über den Felsenweg parallel zur Felswand entlang. Ziemlich nah am Abgrund, aber mit toller Aussicht!

 
Am Donnerstagabend unternahmen wir noch ein kleine Radtour zum Schlösschen am Meggenhorn. Meggen ist ein kleiner Ort neben Luzern, und dort hat sich im 19. Jahrhundert ein Baron sein Traumschlösschen gebaut. Klein, aber stark verziert. Dazu steht dort noch eine ca. 3 m hohe Christusstatue, die ihre Hände über den See breitet. Unter ihr haben wir dann noch ein gemütliches Bierchen genossen. Leider haben mir die asiatischen Touristen, die uns von ihrem Ausflugsschiff aus fotografierten, nicht ihre Bilder geschickt. Und da wir keine Kamera dabei hatten, gibt es davon auch keine hier. Wohin dann unsere Reise am Freitag ging, löse ich im nächsten Beitrag auf. Also mal wieder vorbeischauen hier! :)

Denn sie ist weg, und ich bin wieder allein, allein

Schön waren die beiden Wochen, die meine liebe Anna hier in Luzern bei mir verbrachte. Wunderschön, wie Urlaub, den ich nur ab und an durch Universitätsbesuche unterbrechen musste. Aber für Anna war es Urlaub. Und das war toll. Und in den beiden Wochen haben wir beide auch einiges unternommen. Wenn wir schon mal mitten, ok fast mitten, in den Bergen und fast, ok näher als von Heidelberg aus, am Meer sind. Passend dazu hatten wir noch einen wirklich goldenen Herbst, so konnten wir auch häufig draußen sein. Nach der Stadtbesichtigung am ersten Tag, bei der auch ich noch neue Ecken von Luzern entdeckte, planten wir für den folgenden Tag eine Wanderung.

Da sich die Berge hierfür anboten, beschlossen wir den Pilatus zu erklimmen. Der Pilatus ist sozusagen der Hausberg von Luzern und mit 2119 m ein guter Anfang für uns ungeübte Bergwanderer. Wir entschieden uns über eine 5-stündige Route die ca. 1800 Höhenmeter zu bewältigen. Unserer ungenügende Wanderausrüstung (Jeans und Turnschuhe) machten wir mit leckerem Proviant (Vesperbrote, Äpfel, Müsliriegel und Wasser) und jeder Menge Motivation wett. Wir brachen dann gemütlich im Laufe des Vormittags bei Nebel auf, ohne unser Ziel sehen zu können.

Nachdem wir schon ein paar Meter durch saftige Kuhweiden mit stinkenden Kuhfladen gewandert waren, erreichten wir das Ende des Nebels und genossen erst mal die Sonne und den Ausblick. Nach einer Stärkung für Körper und Geist ging es dann immer weiter nach oben. Die Höhenmeter machten sich doch recht schnell im meiner Schweißproduktion bemerkbar und die ließ auch nicht nach, als die Abhänge steiler wurden. So Wohl war mir doch nicht immer dabei. Bin halt nur Weinberge gewohnt :) Nach einigen weiteren Pausen erreichten wir dann am Nachmittag, kurz nach der angegeben Zeit, tatsächlich unser Ziel.


Nach einem leckeren, kühlen Radler machten wir uns an den Abstieg die Abfahrt. Für ein paar wenige Franken konnten wir ziemlich schnell mit der steilsten Zahnradbahn der Welt wieder zum Seeniveau fahren. Mit Laufen wäre wir auch nicht mehr so allzu weit gekommen. :) Die S-Bahn brachte uns zu unserem Auto und das uns zu meinem kleinen WG-Zimmer. Die Tour hat uns doch ziemlich erschöpft aber auch ziemlich viele Glückshormone freigesetzt. Und es hat Spaß gemacht, also steht einer ähnlichen Unternehmung nichts mehr im Weg, außer vielleicht das Wetter oder der Einkauf der passenden Ausrüstung. An machen Stellen wurde mir der Sinn des Wanderschuhs doch klar!
Aufgrund der vorgerückten Stunde erzähle ich den Rest des Besuchs inklusive der dazugehörigen Bebilderung morgen. Hier noch ein paar Pilatus-Impressionen: